Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Wer am Freitagabend Fußball sehen wollte, wurde auf gleich zwei großen Sendern fündig. Während im Ersten die Frauenfußball-EM übertragen wurde, setzte Sat.1 auf den Auftakt der 2. Liga - eine Konkurrenz-Situation, die letztlich beiden Sendern nicht allzu gut bekam. Verglichen mit dem Auftakt-Spiel des Vorjahres, als man mit der Begegnung zwischen Schalke und dem HSV einen echten Kracher zu bieten hatte, musste Sat.1 deutliche Verluste hinnehmen. Nur 1,51 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen diesmal die erste Halbzeit des Spiels zwischen Kaiserslautern und Hannover, die zweite Hälfte kam auf 1,71 Millionen Fans.

In der Zielgruppe bewegten sich die Marktanteile mit 7,8 und 8,1 Prozent im klar einstelligen Bereich, wenngleich das schon reichte, um oberhalb des Sat.1-Schnitts zu liegen. Im vorigen Jahr hatte die 2. Liga dem Sender zum Start in die Saison allerdings noch fast doppelt so hohe Werte beschert. Doch auch im Ersten lief es nicht so gut wie zuletzt: Mit 2,64 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 12,1 Prozent Marktanteil konnte das EM-Spiel zwischen Österreich und Norwegen den Privatsender allerdings klar in die Schranken weisen.

Ausgewiesen werden übrigens auch die Quoten des Spiels zwischen Nordirland und England, das dank einer Konferenz ebenfalls in Teilen ausgestrahlt wurde. Mit 2,23 Millionen Fans und 9,8 Prozent Marktanteil fielen die Zahlen hier jedoch geringer aus. Bei den 14- bis 49-Jährigen bewegte sich die Frauenfußball-EM indes mit Marktanteilen um acht Prozent auf der Flughöhe der 2. Liga in Sat.1, wo man unterdessen Probleme hatte, Fahrt aufzunehmen: Gerade einmal 370.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zählte der Countdown gegen 19 Uhr, in der Zielgruppe lag der Marktanteil zu diesem Zeitpunkt bei nur 3,9 Prozent. Die Highlights des Spiels kamen später schon nicht mehr über 5,5 Prozent hinaus, ehe "ran Story" nach 23 Uhr sogar mit 3,2 Prozent vollends enttäuschte.

Aber auch im Ersten begann der Sport-Abend verhalten: Dort wurde zunächst über die Leichtathletik-WM berichtet, doch mehr als 1,63 Millionen Menschen, die 7,5 Prozent Marktanteil entsprachen, waren nach der "Tagesschau" nicht drin. Profiteur war das ZDF, wo "Der Staatsanwalt" mit 5,18 Millionen Zuschauenden einen herausragenden Marktanteil von 23,4 Prozent verbuchte und den Tagessieg einfuhr. "SOKO Leipzig" unterhielt danach noch 4,35 Millionen. Luft nach oben besteht noch für den neuen "ZDF Comedy Sommer", der um 22:31 Uhr auf 1,87 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 9,9 Prozent Marktanteil kam. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es für gute 8,2 Prozent.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV