Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

In Zusammenarbeit mit AdScanner veröffentlicht das Medienmagazin DWDL.de täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag im TV die meisten Spots geschaltet bzw. deren Spots die höchsten Reichweiten erzielt haben. Seit Anfang Mai findet die Auswertung nun also auf Produkt-Ebene statt: Sind mehrere unterschiedliche Spots für das gleiche Produkt geschaltet, zählen wir diese zusammen. So ergibt sich ein klareres Bild, wie hoch der Werbedruck für ein Produkt wirklich war.

Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone. Statt nur einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite kann AdScanner auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar machen. Daher werden aus dem branchenüblichen GRP (Gross Rating Points), der Brutto-Reichweite in Prozent, die den erzeugten Werbedruck misst, bei AdScanner der sekundengenaue XRP (Exact Rating Points), bezogen auf die gemessenen Vodafone-Haushalte.

xrp220919 © AdScanner

Gerade einmal 24 Spot-Buchungen reichten SodaStream, um am Montag mit einem XRP-Wert von rund 64 den zweiten Rang im Werbespot-Reichweitenranking zu erreichen. Logisch also, dass das Unternehmen hauptsächlich auf reichweitenstarke Sender setzte, RTL und Vox sorgten für über die Hälfte der Ausstrahlungen. Erfolgreich geworben wurde etwa während "GZSZ", "Wer wird Millionär?", "Die Höhle der Löwen" oder dem vorabendlichen ARD-Quiz "Gefragt – gejagt".

Zum Verständnis der XRP: Hier handelt es sich um eine Brutto-Reichweite, die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung wird somit aufaddiert. Ein Beispiel: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.  



Eine andere Strategie verfolgte indes auch diesmal wieder Lotto24. Dafür wurden über 300 Spots ausgestrahlt, allerdings nur in der Nische, wie der generierte XRP von gerade einmal etwa 23 zeigt. Auch ImmobilienScout24, das mit fast 260 Spots im deutschen Fernsehen vertreten war, kam nur auf einen überschaubaren XRP-Wert von knapp 35. 

werbung220919 © AdScanner