Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Nachdem der ZDF-Klassiker "Das Traumschiff" schon seit Jahrzehnten unverrückbar erfolgreich durch die Weltmeere schippert und dabei auch beim jungen Publikum erstaunlich hohe Quoten erzielt, hat man in diesem Jahr auch bei RTL seinen "Schiffsarzt" auf Reisen geschickt. Nachdem die Premiere bei RTL+ bereits gelaufen ist, werden an zwei Abenden nun die sechs Folgen auch im linearen Programm von RTL gezeigt. Dort fielen die Quoten in der jüngeren Altersgruppe allerdings recht ernüchternd aus.

So kam die erste Folge ab 20:15 Uhr nur auf einen Marktantiel von 8,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, die zweite Folge direkt im Anschluss fiel sogar auf 7,5 Prozent Marktanteil zurück. Immerhin zahlte es sich für RTL aus Quotensicht aus, dem "Schiffsarzt"-Audience Flow des "Schiffsarztes" an diesem Abend "RTL direkt" zu opfern, für das man sonst ja gerne harsch jedes andere Format unterbricht. Weil dadurch ein großer Teil des Publikums auch über 22:15 Uhr hinaus dran blieb, zog der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen noch auf 9,8 Prozent an.

Die Ausbeute in der klassischen Zielgruppe war trotz des Aufschwungs zum Schluss also mau, mit Blick auf die Gesamt-Reichweite schlug sich der "Schiffsarzt" aber zumindest recht ordentlich: 2,28 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten die erste Folge ein, bei Folge 2 ging die Reichweite auf 2,15 Millionen zurück, bei der dritten waren im Schnitt noch 1,99 Millionen Personen dabei. Damit zog hier der Marktanteil im Lauf des Abends von zunächst 8,5 auf zuletzt 11,6 Prozent an. Zum Vergleich: Der RTL-Senderschnitt liegt in diesem Monat bislang bei 7,3 Prozent, "Der Schiffsarzt" lag hier also durchweg darüber. Das abschließende "Spiegel TV Spezial" über Urlaub auf einem "Mega-Schiff" wollten noch 1,05 Millionen Leute sehen, der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen belief sich auf 9,0 Prozent.

Mit Ernüchterung muss Mehrfach-Senderchef Henning Tewes heute unterdessen auch die Entwicklung bei Vox zur Kenntnis nehmen: Nachdem das "Sex and the City"-Sequel "And just like that" in der vergangenen Woche noch einen recht guten Start mit bis zu 8,4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen hingelegt hatte, reichte es in der zweiten Woche nur noch für 5,6 bzw. 5,7 Prozent für die beiden Folgen. Die Gesamt-Reichweite sank von bis zu 850.000 auf 570.000 bzw. 600.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Zufrieden sein dürfte man hingegen bei Sat.1 mit seinem Serienabend. "Navy CIS" und "Navy CIS: L.A." erzielten mit neuen Folgen Marktanteile von 7,4 und 7,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und erreichten damit die besten Quoten seit Wochen. Eine alte Folge von "Navy CIS" kam ab 22:16 Uhr sogar auf 7,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. "Bull" tat sich ab 23:15 Uhr mit 5,9 Prozent Marktanteil hingegen schwer, zog aber nach Mitternacht noch auf 7,4 Prozent an.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV