Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Kurz vor der Bundestagswahl im vorigen Jahr stellten sich Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet den Fragen von Schülerinnen und Schülern. Das Sat.1-Format "Kannste Kanzleramt" sicherte sich damals linear rund 1,1 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, in der Zielgruppe sorgte es für gute neun Prozent. Die Fortsetzung "Kannste regieren?", in der Laschet logischerweise fehlte und dafür Karl Lauterbach an Bord war, knüpfte an diese Zahlen nicht ganz an, lief für Privatsender Sat.1 aber dennoch akzeptabel. 7,3 Prozent Marktanteil wurden bei den Umworbenen ermittelt, die Gesamtreichweite wurde auf 910.000 Personen beziffert.

 

Nicht an diese Werte anknüpfen konnte indes die nachfolgende "akte", die auf enttäuschende 4,8 Prozent bei den Werberelevanten fiel. 0,55 Millionen Menschen schauten am späteren Abend im Schnitt zu. Weiterhin ein Sat.1-Sorgenkind: Der Vorabend. Vier "Lenßen übernimmt"-Episoden kamen im besten Fall auf 4,9 Prozent, der Kochshow-Flop "Doppelt kocht besser" landete am Donnerstag zwar wieder über der Zwei-Prozent-Marke, lag mit 3,6 Prozent aber freilich alles andere als im grünen Bereich.

Zufrieden sein kann ProSieben: "The Voice of Germany" sorgt dort donnerstags gerade für stabile Quoten, auch wenn diese niedriger sind als noch vor ein paar Jahren. Die aktuelle Ausgabe bescherte dem Sender 12,4 Prozent Zielgruppen-Marktanteil. Insgesamt schalteten im Schnitt 1,94 Millionen Leute ein. Schwer tat sich das kurz vor 23 Uhr gestartete "red." mit lediglich 6,8 Prozent. Passabel fielen hingegen die Quoten am Donnerstagabend bei Kabel Eins aus: "Achtung Abzocke" brachte zum Primetime-Start 4,8 Prozent in der Zielgruppe ein, das "K1 Magazin" zog zumindest in der Zielgruppe an "akte" vorbei, es sicherte sich nämlich fünf Prozent. Am späteren Abend zogen die Werte weiter an: Eine "Urlaub Ahoi"-Wiederholung brachte 5,3 Prozent.



Stark war SuperRTL: "CSI: Miami" ließ die Reichweiten teils auf über 700.000 Krimi-Fans anwachsen, die Quoten im Gesamtmarkt wie auch bei den klassisch Umworbenen lagen bei drei Prozent und am späteren Abend sogar etwas mehr. Mit 0,4 und 0,6 Prozent Zielgruppen-Marktanteil tat sich Sat.1 Gold indes recht schwer: Und auch im Gesamtmarkt waren zwei Wiederholungen von "Lebensretter hautnah" (0,7 und 0,8%) kein Erfolg.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV