Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Gleich vier Spiele standen am Dienstag bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Katar auf dem Plan, drei davon wurden live auch im ZDF übertragen. Die frühe Begegnung, Argentiniens Niederlage gegen Saudi-Arabien war eines von 16 Exklusiv-Spielen der Telekom. Magenta TV veröffentlicht aber keine Reichweiten. So war das erste WM-Spiel mit offizieller Quotenmessung die 14-Uhr-Partie zwischen Dänemark und Tunesien, die – wie alle späteren Matches – aber nicht mal auf 30 Prozent Marktanteil gelangte.

Insgesamt kam das Match auf 26,9 Prozent, bei den Jüngeren wurden 27,3 Prozent ermittelt. Den Nachmittag verbrachten in diesem Zeitraum rund 2,7 Millionen Menschen mit dem ZDF-Programm. Der um 17 Uhr gestartete Kick zwischen Mexiko und Polen steigerte sich auf durchschnittlich 4,14 Millionen Zuschauende (28% bei den Jüngeren, knapp 24 Prozent insgesamt). Die beste Reichweite sicherte sich letztlich das Abendspiel – gleichzeitig Frankreichs Einstand bei diesem Turnier. Gegner war Australien. 4,96 Millionen Personen schauten zu. Wie also auch am Montag erreichte kein Match die Marke von fünf Millionen durchschnittlich Zusehenden.

21,7 Prozent Marktanteil schnappte sich das Zweite nach 20 Uhr mit den Livebildern bei den 14- bis 49-Jährigen, 18,4 Prozent standen insgesamt zu Buche. Das in der Halbzeit gesendete "heute journal" sicherte sich rund 4,7 Millionen Zusehende, die 19-Uhr-"heute"-Sendung war ebenfalls auf rund 4,7 Millionen gekommen. Letztlich schloss das ZDF den Tag als Sieger ab. Sowohl insgesamt als auch bei den Jüngeren sicherte sich der Mainzer Sender 17,7 Prozent Tagesmarktanteil.

Die meistgesehene Sendung lief indes aber im Ersten. Ähnlich wie schon am Montag (da war es eine alte "Donna Leon"-Folge), überflügelte Fiktionales den Fußball. "Die Kanzlei" holte ab 20:15 Uhr im Schnitt 5,05 Millionen Menschen vor die Bildschirme. Eine gute Dreiviertelstunde später kam "In aller Freundschaft" dann auf 4,55 Millionen Zusehende. 18 und 17 Prozent Marktanteil waren die Folge. Der ARD-Dienstagabend litt also überhaupt nicht unter der WM-Konkurrenz.

Am Mittwoch startet nun die deutsche Nationalmannschaft ins Turnier – am Donnerstagmorgen wird sich also ablesen lassen, ob auch hier das Interesse rückläufig ist. Dabei wird man vermutlich vor allem auf den Marktanteil schauen müssen, der bei großen Turnieren und Spielen der DFB-Elf zumeist bei 80 Prozent oder mehr lag. Denn allein schon die Tatsache, dass die Mannschaft von Hansi Flick an einem Werktag um 14 Uhr antritt, wird Rekord-Reichweiten verhindern.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV