Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Angesichts der vergleichsweise mäßigen Quoten, die die Fußball-WM in diesem Jahr bislang verzeichnet, kann es sich für die Privatsender durchaus lohnen, mit Erstausstrahlungen gegen die Spiele ins Rennen zu ziehen. Das hat RTL am Donnerstagabend mit seinem "Stern TV Spezial: Inside Supermarkt" bewiesen. Die zweistündige Reportage war der Weltmeisterschaft in der Zielgruppe noch am eheste auf den Fersen und überzeugte mit 760.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren, die einem guten Marktanteil von 12,7 Prozent entsprachen.

Insgesamt brachte es das "Stern TV Spezial" um 20:15 Uhr im Schnitt auf 1,83 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Anschluss hielt "RTL Direkt" noch 1,27 Millionen vor dem Fernseher und erzielte solide 10,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Ein weiteres "Stern TV Spezial" performte im weiteren Verlauf des Abends allerdings einstellig: "#Why - Sophia Maier: Wut auf der Straße" musste sich ab 22:34 Uhr mit 9,2 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Insgesamt erreichte die Reportage nur noch 750.000 Personen.

Umgekehrtes Bild dagegen in Sat.1: Dort gelang "Promi Big Brother" am späten Abend noch der Sprung in die Zweistelligkeit - wenn auch denkbar knapp. Mit einem Marktanteil von 10,1 Prozent erzielte die Realityshow, gemessen an den vorläufig gewichteten Zahlen, den bislang zweitschwächsten Wert der Staffel. Ein Erfolg war "Promi Big Brother" damit freilich trotzdem. Vor allem im Vergleich zum Vorprogramm: Dort blieb "112 Notruf Deutschland" bei nur 4,8 Prozent Marktanteil hängen. "Promi Big Brother" steigerte zudem die Gesamt-Reichweite von 650.000 auf 1,13 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.

ProSieben blieb dagegen den gesamten Abend über einstellig. Nachdem "Unglaublich! Spektakuläre Momente vor laufender Kamera" zunächst nur auf 740.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 5,0 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe kam, steigerte die NFL den Wert nach 23 Uhr auf zumindest auf mehr als acht Prozent. Allerdings verabschiedeten sich die Fans im Laufe der Zeit ins Bett: Von den 410.000 Zuschauerinnen und Zuschauern, die im ersten Quarter dabei waren, blieben nach 1 Uhr nur noch 130.000 übrig.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV