Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

Mit 3:2 besiegte Ghana am Montag die Nationalmannschaft Südkoreas bei der Fußball-WM - es war also ein kleines Tor-Spektakel, das sich am frühen Nachmittag dem TV-Publikum bot. Und das half dann auch der Quote im Ersten: Nahezu kontinuierlich sammelte der Sender ab 14:00 Uhr neue Fans ein, ehe das Hoch kurz vor dem Abpfiff erreicht war.

Nicht ganz so steil zeigte die von AdScanner auf Basis von mehr als einer Million Vodafone-Haushalten ermittelte Fankurve beim zweiten ARD-Spiel des Tages nach oben. Allerdings konnte auch die Begegnung zwischen Brasilien und der Schweiz im Laufe der Zeit kräftige Zugewinne verbuchen. Dass der Peak diesmal schon kurz vor dem Anpfiff erreicht war, könnte mit dem späten 1:0 durch Brasilien zu erklären sein.

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Auch beim Abendspiel zwischen Portugal und Uruguay war der Quoten-Höhepunkt schon einige Minuten vor dem eigentlichen Spielende erreicht. Der Spitzenwert dürfte ziemlich genau mit dem in der Nachspielzeit verwandelten Elfmeter zusammenfallen, mit dem Portugal das Weiterkommen klarmachte. 

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Ungeachtet aller Boykott-Diskussionen erreicht die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland ein Millionenpublikum - auch wenn es offenbar spürbar weniger Fans sind als bei den vergangenen Turnieren. Interessant ist allerdings nicht nur die Frage, wie viele Menschen die einzelnen Spiele gesehen haben, sondern auch, wie sich die Zuschauerzahlen im Laufe der Übertragungen entwickelten. Basierend auf der sekundengenauen Messung von rund einer Million Vodafone-Haushalten zeigen die AdScanner-Kurven, wann die Fans einschalteten - aber auch, wann sie abschalteten. Die Daten, die die Anzahl der eingeschalteten Giga TV-Boxen in den gemessenen Vodafone-Haushalten widerspiegeln, geben also nicht zuletzt Aufschluss darüber, wie die Zuschauerinnen und Zuschauer bei ungewöhnlichen Spielverläufen reagierten.