Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

In dieser Woche jährt sich zum ersten Mal der russische Einmarsch in die Ukraine. Mehrere Sender berichten daher sehr ausführlich über das Geschehene, darunter auch das ZDF, das noch bis zum Ende dieser Woche einen Programmschwerpunkt anbietet. Am Dienstagabend ging es nahezu zwei Stunden lang um den Krieg auf ukrainischem Boden; und insbesondere beim jüngeren Publikum waren die Sendungen stark nachgefragt. So sicherte sich ein "Frontal Spezial" ab 21 Uhr diesmal 10,3 Prozent Marktanteil (14-49). Im Schnitt kommt das Magazin dienstags um 21 Uhr auf um die sieben Prozent, in den Wochen zuvor landete man sogar nur bei grob sechs Prozent. 2,34 Millionen Menschen sahen nun die Spezial-Ausgabe.

Im Vorfeld hatte bereits auch "ZDFzeit: Putins Komplizen" insbesondere bei Jüngeren sehr gut funktioniert. 9,2 Prozent Marktanteil wurden bei den 14- bis 49-Jährigen gemessen. Insgesamt schauten 2,6 Millionen Menschen zu. Auch im "heute journal" ging es um den Krieg; unter anderem um die Rede Putins an seine Nation. Bei den Jüngeren stiegen die Quoten auf 13,7 Prozent. Insgesamt wurden 14,3 Prozent gemessen; bei im Schnitt 3,27 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Am Vorabend hatte ein Spiel der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft übrigens 2,61 Millionen Personen ab drei Jahren interessiert. Hier lagen die ermittelten Quoten bei 11,4 Prozent insgesamt und 6,5 Prozent bei den Jüngeren, also niedriger als mit dem Regelprogramm.

Und der Frauenfußball dürfte auch für einen Aufschwung des Programms des Ersten verantwortlich sein. Hier machte ab 18:50 Uhr etwa die neue "Wapo Elbe" einen großen Sprung: Auf 15,5 Prozent Marktanteil und 3,6 Millionen zusehende Personen. Das Quiz "Wer weiß denn sowas?" stellte sogar einen bisherigen Allzeit-Rekord ein – der neue Rekord liegt nun rund einen Punkt über dem bisherigen. Gemessen wurden insgesamt 23 Prozent. Auch die Reichweite des Ratespiels konnte sich sehen lassen. Sie lag mit 4,14 Millionen höher als beim kompletten Primetime-Programm des Ersten.

Denn: "Tage, die es nicht gab" tat sich mit Folge drei im Linearen eher schwer: 2,96 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für mäßige 11,1 Prozent. Bei den Jüngeren wurden gute 7,1 Prozent ermittelt. "In aller Freundschaft" steigerte sich ab 21:05 Uhr dann auf dreieinhalb Millionen Zusehende und 13,6 Prozent. Bei den Jüngeren sorgte die Sachsenklinik für gute 8,3 Prozent Marktanteil.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;