Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Für ProSieben war "Grey’s Anatomy" lange eine sichere Bank. Auch in den Zeiten, in denen viele US-Serie kräftig nachgaben, erreichte die Krankenhausserie bei ProSieben gute Quoten. Aber auch diese Produktion hat in den vergangenen Jahren kräftig an Boden verloren. Zuletzt waren nur noch etwas mehr als 6 Prozent Marktanteil (vorläufig gewichtet) beim jungen Publikum drin. Insofern ist der Start in die 20. Staffel jetzt geglückt. 

600.000 Menschen sahen sich eine neue Folge an, 310.000 davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. "Grey’s Anatomy" kam in der klassischen Zielgruppe damit auf 8,0 Prozent Marktanteil. Das ist kein überragender Wert, aber sicher einer, mit dem man in Unterföhring wird leben können. "Seattle Firefighters" steigerte die Reichweite im Anschluss sogar noch leicht auf 610.000, der Marktanteil ging allerdings recht deutlich auf 7,1 Prozent zurück. "9-1-1 Notruf L.A." und "9-1-1: Lone Star" holten später 6,7 und 10,0 Prozent. 

Für ProSieben war es damit ein guter Start in den neuen Serien-Montag. Für Sat.1 lief es allerdings noch besser: Der "Discounter-Check" des Senders erreichte 1,17 Millionen Menschen, damit waren beim jungen Publikum 8,8 Prozent Marktanteil drin. Eine alte Ausgabe von "Einsatz mit Herz" rauschte später aber auf 5,0 Prozent hinab. 

Unterföhringer Shootingstar war am Montagabend ohnehin ein anderer Sender: Kabel Eins erreichte mit "Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel" aus dem Jahr 1986 im Schnitt 1,07 Millionen Menschen. Mit 9,6 Prozent Marktanteil lag man nicht nur vor ProSieben und Sat.1, sondern auch vor allen anderen Privatsendern. Nur die Sommerkino-Komödie sowie der "Brennpunkt" im Ersten liefen bei den 14- bis 49-Jährigen noch besser. "Minority Report" kam später aber nur noch auf 4,2 Prozent, konnte den guten Vorlauf also nicht nutzen. 

Bei RTL sorgte unterdessen einmal mehr das "EM-Studio" für einen denkbar schlechten Start in den Abend. Nur 630.000 Personen verfolgten die Show, obwohl weder am Sonntag noch am Montag gespielt wurde. Dementsprechend wurden auch nur 4,7 Prozent in der klassischen Zielgruppe gemessen. Eine "Undercover Boss"-Wiederholung steigerte sich danach nur unwesentlich auf 5,4 Prozent, hier sahen 720.000 Personen zu. Erst mit "Spiegel TV" hellte sich die Situation für den Sender wieder auf, damit erzielte man gute 11,8 Prozent, das "Nachtjournal" lief mit 16,3 Prozent nochmal besser. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.5; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;