Quelle der Daten für diesen Artikel: all eyes on screens

Wie schon in der Woche vom 13. bis 19. April hat es das türkische Tourismus- und Kulturministerium auch in den zurückliegenden sieben Tagen in die Werbecharts von All Eyes on Screens geschafft. Also in die Liste der Marken, die in einer Woche mit TV-Werbung am sichtbarsten gewesen sind. In der vergangenen Woche schaltete das Ministerium 550 Spots in den Werbeblöcken der deutschen TV-Sender, damit erreichte man eine Bruttoreichweite in Höhe von 304 XRP sowie Platz 18 im Ranking. 

Interessant ist vor allem die Tatsche, dass die Türken einen großen Schwerpunkt auf die RTL-Sender legen. Statt ihre Spots über alle Sender und Gruppen hinweg breit zu streuen, entfielen rund 92 Prozent der Schaltungen auf die Sender, die von der Ad Alliance vermarktet werden. Am häufigsten ist die Werbung bei ntv zu sehen gewesen. Kleinere Werbekontingente entfielen darüber hinaus auf Das Erste, RTLzwei und Eurosport. 

Die reichweitenstärkste Marke ist in der zurückliegenden Woche Amazon gewesen - dem US-Riesen gelang dieses Kunststück nun schon zum dritten Mal in Folge. In den vergangenen sieben Tagen waren etwas mehr als 2.000 Amazon-Spots zu sehen, das entsprach 873 XRP. Dahinter landeten, ebenfalls wie in der Woche davor, Kaufland (690 XRP) und die Ferrero-Marke Kinder (625 XRP). 

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Umtriebig in Sachen TV-Werbung ist auch die Deutsche Telekom gewesen. Mit 692 Spots brachte man es auf 341 XRP - und das alleine mit der Marke Telekom. Die Spots, die man gesendet hat, waren dabei sehr unterschiedlich. So hat man zusammen mit Thomas Müller schon einmal für das WM-Angebot bei MagentaTV getrommelt. Andererseits liefen auch einige Spots, in denen sich die Telekom gegen Hass im Netz positionierte. 

Das Werberanking kurz erklärt

All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.