
Dass Sarah Engels bereits als zweite Starterin beim diesjährigen Eurovision Song Contest auf der Bühne stand, hat dafür gesorgt, dass der Reichweiten-Peak schon früh erreicht war. Wie aus den Daten von All Eyes on Screens hervorgeht, die auf rund einer Million Vodafone-Haushalten basieren, verzeichnete die Live-Übertragung im Ersten ihre höchste Zuschauerzahl noch vor 21:30 Uhr - und damit nicht einmal eine halbe Stunde nach Beginn der Show.
Im vorigen Jahr war das noch anders: Damals war der Höhepunkt erst eine Stunde später erreicht. Auch das lag an den deutschen Startern: Weil das Duo Abor & Tynna zu einem deutlich späteren Zeitpunkt als diesmal Sarah Engels antraten, harrten einige Zuschauerinnen und Zuschauer 2025 länger vor dem Fernseher aus als in diesem Jahr. Damals wie heute zeigt sich allerdings, dass viele im Anschluss an den deutschen Acts umschalteten. Tatsächlich sank die Reichweite den AEOS-Daten zufolge diesmal bis etwa 22:45 Uhr, zog anschließend aber noch einmal etwas an. Generell gilt allerdings: Ein Großteil des Publikums, das den ESC am Samstagabend sah, harrte - trotz des aus deutscher Sicht ernüchternden Ergebnisses - bis zum Ende aus.
Für einen echten Einschaltimpuls sorgte derweil um 21:45 Uhr das ZDF: Mit dem Ende der Krimireihe "Ein starkes Team" wechselten viele Zuschauerinnen und Zuschauer schlagartig zur ARD, um den Song Contest zu sehen. Auch RTL gelang es zu diesem Zeitpunkt jedoch erkennbar, mit seiner Sendung "Darüber lacht Deutschland" noch einmal einen kleinen Teil des ZDF-Publikums abzugreifen.
Übrigens: Die Primetime-Kurve von All Eyes On Screens finden Sie täglich an ihrem festen Platz in der DWDL-Zahlenzentrale. Dort gibt es auch jeden Tag das Ranking der Marken, die am bruttoreichweitenstärksten im deutschen Fernsehen geworben haben. Am Montag nahm hier Amazon den ersten Platz ein.
Wie die Kurven von All Eyes on Screens zu lesen sind
Die Daten von All Eyes On Screens sind, anders als die AGF-Zahlen, nicht bevölkerungsrepräsentativ. Sie werden also nicht anhand eines Panels gewichtet und hochgerechnet, sondern geben die tatsächlich gemessenen Gerätedaten aus rund einer Million von insgesamt knapp neun Millionen Vodafone-Haushalten wieder. Mehr Hintergrund zu diesen Daten gibt es hier. Aussagekräftig sind somit weniger die Höhe der Reichweitenkurven zueinander als die Entwicklung innerhalb eines Senders und die Erkenntnisse zu Umschaltzeitpunkten.
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