
Rund um die Fußball-Weltmeisterschaft haben sich viele Marken einiges einfallen lassen, um aufzufallen. Wenn sie aber nicht gerade Partner der FIFA sind, müssen sie dabei gehörig aufpassen. Ähnlich wie bei Olympia ist es nämlich verboten, bestimmte Begriffe in der Werbung zu nutzen, wenn man diese nicht lizenziert hat. Ohne WM-, aber dafür sehr klar mit Fußball-Bezug kommt derweil ein Spot des Discounters Penny daher, in dem die Ex-Profis Claudio Pizarro und Jürgen Kohler mitspielen.
Die beiden fühlen sich in einem Penny-Markt angesprochen, als andere Kunden von "Pizza" und "Cola" sprechen. Penny bewirbt mit ihnen ein Gewinnspiel in der eigenen App. Insgesamt 1.500 Penny-Spots sind in der vergangenen Woche in den Werbeblöcken der deutschen TV-Sender zu sehen gewesen - mehr als die Hälfte davon entfiel auf den Spot mit Kohler und Piza. Insgesamt kam Penny so auf eine Bruttoreichweite in Höhe von 773 XRP - das entspricht Platz eins in den Wochencharts.
Die meisten Penny-Spots waren bei ProSieben, RTL und Vox zu sehen. Penny hat also vor allem sehr stark bei den großen Privatsendern geworben. Eine etwas andere Strategie hatte McDonald's auf Platz zwei: Der Fast-Food-Konzern schaltete insgesamt 2.583 Spots in den vergangenen sieben Tagen - und brachte es damit auf 652 XRP. Das heißt gleichzeitig auch: Die Spots sind deutlich häufiger bei kleineren Sendern zu sehen gewesen.
Auf Fußball setzt übrigens auch Volkswagen, das in der vergangenen Woche so häufig geworben hat wie überhaupt noch nie in diesem Jahr. Generell ist VW in Sachen TV-Werbung sonst immer recht zurückhaltend. Nun waren 1.656 Spots des Autokonzerns in den Werbeblöcken zu sehen - also ebenfalls mehr als von Penny im gleichen Zeitraum. Mit einer Bruttoreichweite in Höhe von 529 XRP landete VW auf Rang neun des Werberankings. Der Autobauer will ganz offensichtlich ebenfalls von der WM profitieren: Es gab nur zwei verschiedene Spots, die man ausgestrahlt hat - und in beiden Fällen waren DFB-Teamchef Julian Nagelsmann und einige Spieler zu sehen.
Das Werberanking kurz erklärt
All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.
von 



