Kurz vor Beginn der Rose d'Or: Überwiegt momentan die Vorfreude oder ist der Stress der letzten Vorbereitungen momentan so groß, dass man sich noch nicht richtig drauf freuen kann?
Die Vorfreude überwiegt ganz klar. Jetzt beginnt das aufzugehen, was wir in den letzten sechs Monaten geplant haben. Das Team ist sehr motiviert, der ganze Aufbau ist gemacht und es sieht wirklich toll aus. Es ist natürlich viel Arbeit, aber wir sehen, dass wir das schaffen und freuen uns.
Wie darf man sich denn Ihre letzten Stunden vor der Festivaleröffnung vorstellen?
Wenn alles wirklich so klappt, wie es geplant ist, dann kann ich eigentlich ganz ruhig am See sitzen und Kaffee trinken. Meine Arbeit besteht natürlich darin, ein guter Gastgeber zu sein. Mir ist wichtig, die Fachbesucher, die aus der ganzen Welt kommen, persönlich begrüßen zu können und sie persönlich durch die Rose d'Or zu führen.
Würden sie sagen dass für Sie als neuen Veranstalter der Erfolgsdruck in diesem Jahr noch größer ist als in den vergangenen Jahren?
Natürlich spürt man, dass die Leute ganz genau hinschauen. Als ich in den letzten Monaten in Europa und Nordamerika unterwegs war habe ich aber auch gemerkt, dass die internationale Fernsehfamilie wirklich sehr glücklich ist, dass die Rose d'Or weiterbesteht. Wir haben es geschafft, dass wir in diesem Jahr mehr Wettbewerbsbeiträge haben als im vergangenen Jahr, obwohl es weniger Kategorien gibt. Das zeigt, dass das Vertrauen in die Rose d'Or nach wie vor da ist.
Wo wir schon bei Zahlen sind: Haben Sie einen Überblick, was die Teilnehmerzahlen der Rose d'Or generell in diesem Jahr angeht?
Die Teilnehmerzahl bleibt in etwa gleich, also zwischen 400 und 500. Ich hätte sicherlich gerne ein paar mehr gehabt, aber man merkt da vielleicht auch, dass die Fernsehstationen nicht gleich große Abordnungen auf die Rose d'Or schicken, sondern vielleicht mal ein oder zwei Leute und sagen: "Schaut euch mal an, wie es jetzt da weitergeht."
Gab es denn im Vorfeld schon Reaktionen auf die Neuausrichtung?
Ja, und zwar ausschließlich positiv. Diese Neuausrichtung ist ja eher eine Wiederausrichtung auf das, was das Festival in Montreux war, also eine Plattform und ein Treffpunkt für professionelle Fernsehschaffende im Unterhaltungsbereich. Ich habe gespürt, dass die Leute froh darüber sind. Es war zuletzt einfach nicht mehr ganz klar, wohin sich die Rose entwickelt. Nun haben wir wieder eine ganze klare Ausrichtung, indem wir sagen, dass wir den Roten Teppich wieder für unsere Fachbesucher ausrollen.
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