Schon fünf Stunden vor dem Beginn der 62nd Primetime Emmy Awards begann das Journalisten-Festival auf dem roten Teppich vor dem Nokia Theatre in Downtown Los Angeles. Das Aufbauen der eigenen Technik, das Sichern der Positionen und das Umschauen auf dem Roten Teppich braucht schließlich auch seine Zeit. Nicht wenige TV-Sender aus dem Ausland oder us-amerikanische TV-Magazine nutzen die frühe Ruhe auf dem roten Teppich noch für die Aufzeichnungen von Anmoderationen. Die Sonne brannte vom Himmel und von Stunde zu Stunde wurden die Anzugträger unter den Journalisten-Kollegen weniger. Nur die, die in erster Reihe die Interviews führten, blieben dem Dresscode treu.
Darunter auch unsere Nachbarn am Roten Teppich. Neben den französischen Kollegen von Canal Plus, einem philippinischen TV-Sender, einem kanadischen Sender und zwei Kollegen von ProSieben haben wir unser Emmy-Lager aufgeschlagen. Zugegebenerweise weniger gut vorbereitet als die Kollegen, haben wir improvisiert. Und hatten großen Spaß dabei. Etwa zu beobachten wie die ausländischen Medien mit Länderflaggen von weit her sichtbar machen wollten, woher sie kommen. Oder zu sehen, wie die ProSieben-Kollegen beim Locken von Interview-Partnern auf deutsche Süßigkeiten setzten - auch wenn etwa Eva Longoria-Parker freundlich ablehnte - denn die Schokolade war in der Hitze bereits geschmolzen.
Darunter auch unsere Nachbarn am Roten Teppich. Neben den französischen Kollegen von Canal Plus, einem philippinischen TV-Sender, einem kanadischen Sender und zwei Kollegen von ProSieben haben wir unser Emmy-Lager aufgeschlagen. Zugegebenerweise weniger gut vorbereitet als die Kollegen, haben wir improvisiert. Und hatten großen Spaß dabei. Etwa zu beobachten wie die ausländischen Medien mit Länderflaggen von weit her sichtbar machen wollten, woher sie kommen. Oder zu sehen, wie die ProSieben-Kollegen beim Locken von Interview-Partnern auf deutsche Süßigkeiten setzten - auch wenn etwa Eva Longoria-Parker freundlich ablehnte - denn die Schokolade war in der Hitze bereits geschmolzen.
Das Interview-Geschäft am roten Teppich der Emmys hat so seine ganz eigenen Regeln. Wie auch bei Preisverleihungen in Deutschland sind es zuerst die B- und C-Prominenten die über den Teppich schreiten. So ist Ihnen die Aufmerksamkeit sicher, die ihnen entgehen würde, kämen sie erst später. Pech nur, wenn keiner mit ihnen reden will. Dann wandern bei den Emmys die Manager die Journalisten-Reihe ab und bieten ihre Mandaten an wie Sauerbier. Nicht selten liefern Sie auch gleich die passenden Fragen und möglichen Themen für ein Gespräch. Manchmal sogar mit dem Hinweis bloß nichts anderes zu fragen. Dabei bedarf es am roten Teppich ohnehin keiner höheren Interview-Kunst. Es wird im Grunde nur hofiert, gelobt und umschmeichelt.
Köstlich wird es dann, wenn etwa die französischen Kollegen von Canal Plus jedes Interview-Angebot annehmen, meist belanglos freundliche Fragen stellen und sich danach umdrehen und nachfragen, wen sie da eigentlich gerade interviewt haben. Die beiden meistgenutzten Floskeln für den Gesprächseinstieg sind übrigens entweder das Outfit der Damen oder aber die überschwengliche Betonung, wieviel Tiefe die Person ihrer Rolle gegeben habe. Das funktioniert immer - so einfach. Beim kanadischen Fernsehen war die sicher nicht erst einmal geliftete Moderatorin zwei Stunden lang damit beschäftigt Aufsager zu sprechen. Nicht, dass es viele Aufsprecher waren. Aber viele Versprecher. Und doch, so eigenwillig jeder Vertreter seine Rolle am roten Teppich wahrgenommen hat und so sehr jeder auf seine Story bedacht war, so kollegial ging es auch zu.
Anders als etwa beim Deutschen Fernsehpreis ging es höchst zivilisiert zu. Man half sich aus, wenn einem ein Name nicht einfallen wollte. Es wurden Interview-Partner weiterempfohlen und wenn gefilmt oder fotografiert werden sollte, machte man gegenseitig Platz. Was so selbstverständlich klingt, ist es im Vergleich zu manch anderem roten Teppich wahrlich nicht. Einige Stars enttäuschten die versammelte Presse übrigens besonders: Ob "Glee"-Star Matthew Morrison oder Tom Hanks - beide eilten über den roten Teppich, sehr zum Ärger vieler Kollegen. Der Preis für die sympathischste Gesprächspartnerin des Tages geht ohne Zweifel an Glenn Close. Wie kaum eine Kollegin oder Kollege ihrer Klasse nahm sie sich Zeit für Interviews und wusste dabei mehr zu erzählen als den Designer ihres Kleides.
Köstlich wird es dann, wenn etwa die französischen Kollegen von Canal Plus jedes Interview-Angebot annehmen, meist belanglos freundliche Fragen stellen und sich danach umdrehen und nachfragen, wen sie da eigentlich gerade interviewt haben. Die beiden meistgenutzten Floskeln für den Gesprächseinstieg sind übrigens entweder das Outfit der Damen oder aber die überschwengliche Betonung, wieviel Tiefe die Person ihrer Rolle gegeben habe. Das funktioniert immer - so einfach. Beim kanadischen Fernsehen war die sicher nicht erst einmal geliftete Moderatorin zwei Stunden lang damit beschäftigt Aufsager zu sprechen. Nicht, dass es viele Aufsprecher waren. Aber viele Versprecher. Und doch, so eigenwillig jeder Vertreter seine Rolle am roten Teppich wahrgenommen hat und so sehr jeder auf seine Story bedacht war, so kollegial ging es auch zu.
Anders als etwa beim Deutschen Fernsehpreis ging es höchst zivilisiert zu. Man half sich aus, wenn einem ein Name nicht einfallen wollte. Es wurden Interview-Partner weiterempfohlen und wenn gefilmt oder fotografiert werden sollte, machte man gegenseitig Platz. Was so selbstverständlich klingt, ist es im Vergleich zu manch anderem roten Teppich wahrlich nicht. Einige Stars enttäuschten die versammelte Presse übrigens besonders: Ob "Glee"-Star Matthew Morrison oder Tom Hanks - beide eilten über den roten Teppich, sehr zum Ärger vieler Kollegen. Der Preis für die sympathischste Gesprächspartnerin des Tages geht ohne Zweifel an Glenn Close. Wie kaum eine Kollegin oder Kollege ihrer Klasse nahm sie sich Zeit für Interviews und wusste dabei mehr zu erzählen als den Designer ihres Kleides.
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