Sky © Sky
In den vergangenen Monaten wurde bereits darüber spekuliert, nun ist es offiziell: Wenn die nächste Bundesliga-Saison startet, verabschiedet sich Sky Österreich vom Konzept der Studioshow. Das hat der Pay-TV-Sender jetzt angekündigt. Stattdessen kommt die Berichterstattung künftig direkt aus den Stadien. Schon im Mai wurde bekannt, dass Sky die Verträge mit den Wiener Auhof Studios, aus denen man bislang wesentliche Teile der Rahmenberichterstattung gefahren hatte, auslaufen ließ. Damals erklärte der Sender, man wolle künftig näher am Spielgeschehen sein (DWDL.de berichtete). 

Andreas Herzog © Sky / Christian Steinbrenner Andreas Herzog
Für die Bundesliga-Berichterstattung von Sky Österreich bedeutet der Schritt nichts weniger als eine Revolution. Die Bundesliga bleibt bis 2030 beim Pay-TV-Sender - und es ist gut möglich, dass Sky die Kosten der Berichterstattung durch den Wegfall des Studios reduziert. In einer Pressemitteilung verweist man darauf, dass man in der neuen Saison jedes Wochenende 19 Stunden Berichterstattung aus den Stadien liefern werde, davon seien mehr als sechseinhalb Stunden Vor- und Nachberichte. Darüber hinaus hat Sky Österreich jetzt auch angekündigt, dass Andreas Herzog fixer Experte beim Top-Spiel am Sonntag wird. Als solcher fungiert Herzog künftig auch als Co-Kommentator. Während bei Sky zudem noch in dieser Woche eine Doku über Rapid Wien laufen wird, hat der Sender nun auch ein entsprechendes Projekt mit Austria Wien angekündigt. Während der Saison 2026/27 porträtiert Sky-Filmemacher Christoph Jochum mit seinem Team die Veilchen und erhält dabei exklusiven Zugang zum Vereinsleben. Jochum hat auch die Rapid-Doku umgesetzt. 

ORF Enterprise © ORF Enterprise
Der ORF macht seine Werbung barrierefrei. Über die Vermarktungstochter des öffentlich-rechtlichen Unternehmens, die ORF-Enterprise, können Spots ab sofort mit Audio-Deskription und Untertiteln ausgespielt werden - und das sowohl im linearen TV, aber auch bei ORF On sowie auf den Webseiten des Unternehmens. Man leiste damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Inklusion, sondern entspreche auf einem Wunsch vieler Werbungtreibenden, heißt es von der ORF-Enterprise. P&G ist First Mover und nutzt die barrierefreien Werbeangebote des ORF bereits für Marken wie Ariel, Head & Shoulders, Kytta oder Old Spice. "Teilhabe für alle Menschen ist ein wesentlicher Auftrag des öffentlich-rechtlichen ORF. Inklusive Werbung im ORF-Fernsehen, ORF.at-Network und auf ORF On ist ein weiterer großer Schritt in der Bestrebung des ORF, seine Angebote zu 100 Prozent barrierefrei und inklusiv zu gestalten", sagt ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher.

Clemens Pig © ORF/Thomas Ramstorfer
Gegen die Bestellung von Clemens Pig zum neuen ORF-Generaldirektor sind bei der Medienbehörde KommAustria bis Ende der vergangenen Woche sechs Einsprüche eingegangen, das hat die Behörde gegenüber "Kurier" und "Standard" bestätigt. Wer genau die Beschwerden gestellt hat, kommuniziert die KommAustria allerdings nicht. Die Behörde hat aber bestätigt, dass die von der rechtspopulistischen FPÖ bereits angekündigte Popularbeschwerde eingelangt sei, diese hatte die Partei vor einigen Tagen in Aussicht gestellt (DWDL.de berichtete). Die FPÖ kritisiert unter anderem die angeblich fehlende einschlägige Berufserfahrung von Pig. Der ORF-Stiftungsratsvorsitzende Heinz Lederer äußerte sich gelassen zu den Einsprüchen. Man sei auf der "sicheren Seite". 

Geldscheine © Chobe / photocase.com
Die KommAustria hat kürzlich 20 Millionen Euro an Qualitätsjournalismusförderung vergeben. Die höchste Summe ging mit 3,6 Millionen Euro an die Mediaprint mit Titeln wie "Kurier" und "Kronen Zeitung". 3 Millionen Euro erhielten die Regional Medien Austria (Bezirksblätter) und 2,3 Millionen Euro gingen an Styria ("Kleine Zeitung", "Presse"). Interessant ist aber auch, wer kein Geld bekommen hat: Zum Beispiel das rechtspopulistische Krawallportal "Exxpress". Im vergangenen Jahr erhielt dieses Medium noch eine kleinere Summe aus der Förderung, nun ging es leer aus. Zur Begründung lässt die KommAustria wissen, dass der "Exxpress" mittlerweile User-Kommentare stark in den Mittelpunkt seines Angebots stelle. Die Redaktion hebe so aber auch immer wieder Inhalte hervor, "die rechtswidrig und somit nicht vom Rahmen der freien Meinungsäußerung gedeckt" seien. Der "Exxpress" lasse seine journalistische Sorgfaltspflicht damit außer Acht. 

Österreich in Zahlen

Bergwelten Spezial, Laura Dahlmeier © ServusTV / Vincent Wörle / w8less consulting
Vor einem Jahr ist die deutsche Biathletin Laura Dahlmeier bei einem Bergunfall in Pakistan ums Leben gekommen. ServusTV hat das zum Anlass genommen und sich in einem "Bergwelten Spezial" am Montag nochmal mit Dahlmeier beschäftigt. Und das wollten auch viele Menschen sehen: 127.000 Zuschauerinnen und Zuschauer verzeichnete der Privatsender. "Bergwelten Spezial - Laura Dahlmeier ... ein Schritt zu weit" erzielte damit beim Gesamtpublikum 5,7 Prozent Marktanteil. Beim jungen Publikum (12-49) wurden ähnlich gute 5,6 Prozent gemessen, in beiden Zuschauergruppen lag das Format damit über dem Senderschnitt.