Downton Abbey: Die Briten und die Königskategorie

von Uwe Mantel
15.07.2014 - 12:21 Uhr

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© ITV

"Downton Abbey" ist ein klassisches britisches Kostümdrama. Das Anwesen "Downton Abbey" ist dabei der Sitz der Adelsfamilie Crawley, die auch im Mittelpunkt der Serie steht, die mit dem Untergang der Titanic 1912 und den direkten Auswirkungen auf die Familie Crawley ihren Anfang nimmt. Während die zweite Staffel während des ersten Weltkrieges spielt und zeigt, wie das Leben in Downton währenddessen weiter geht, widmen sich die dritte und vierte Staffel der Zeit nach dem Friedensvertrag von Versailles in den 1920er-Jahren.

Die dritte und vierte Staffel waren nicht nur aus Quotensicht ein spektakulärer Erfolg, "Downton Abbey" hat es sogar schon ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Sie war 2010 die am besten bewertete englischsprachige TV-Serie überhaupt - ein Titel, der sonst stets amerikanischen Produktionen vorbehalten war. Im ersten Jahr räumte "Downton Abbey" dann auch standesgemäß bei der Emmy-Verleihung ab. Von elf Nominierungen verwandelte "Downton Abbey" beeindruckende sechs auch tatsächlich in einen Sieg - allerdings war sie damals noch in der Kategorie "Beste Miniserie oder Film" gestartet.

Dies änderte sich ein Jahr später, als man sich dafür entschied in der Königsklasse "Beste Drama-Serie" anzutreten. Diesen Triumphzug wie im Premierenjahr noch einmal zu wiederholen, erwies sich als schwierig - und zwar völlig unabhängig davon, ob man die zweite Staffel nun als weniger gelungen ansehen möchte, oder nicht. Nein: Damals war die Konkurrenz einfach noch deutlich härter. Denn nun musste man sich dort mit den starken Newcomern "Homeland" und "Game of Thrones" messen. Durchsetzen konnte sie sich hingegen gegen die ganz großen, wie "Mad Men" oder "Breaking Bad", die insgesamt nur auf eine Auszeichnung kamen.

Im Folgejahr kam die Serie von der europäischen Insel nur noch auf 12 Nominierungen und konnte dabei nur einen Preis, den für die beste Titelmusik, gewinnen. Und in diesem Jahr? Wie bereits im Vorjahr zählt die Serie wieder 12 Nominierungen, unter anderem wieder in der Prestige-Kategorie "Beste Drama-Serie". Wieviele Preise es dieses Jahr werden, bleibt natürlich erst einmal abzuwarten. Einen Rekord hat "Downton Abbey" aber in jedem Fall schon vor der Verleihung sicher: Mit 51 Nominierungen innerhalb von vier Jahren ist die Serie die meistnominierte, außerhalb der USA produzierte Serie, die es in der Geschichte der Primetime Emmys je gab.

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