Mirco Nontschew © Sat.1 / Richard Huebner
Interview zur Rückkehr der "Dreisten Drei"

Mirco Nontschew: "Ich war erst mal nicht begeistert"

 

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Kommen wir zurück zur Comedy. Die derzeitige Comedy-Krise im Fernsehen ist ja in erster Linie auch eine Krise der Sketch-Comedys. Sie wagen sich nun an eine Neuauflage der „Dreisten Drei“ - aber warum soll es ausgerechnet hierbei anders laufen als bei anderen Sketch-Comedys?

Ich habe die Sendung in den letzten Jahren kaum verfolgt und mir ist auch klar, dass es keine neue Idee ist, drei Leute Sketche spielen zu lassen. Dass ich nun dabei bin, hängt auch damit zusammen, dass Otto Steiner von Constantin Entertainment schon lange etwas mit mir machen wollte, was leider nie wirklich geklappt hat. Wir sind dann im Rahmen einer Fernsehsendung auf die Idee einer Neuauflage der „Dreisten Drei“ zu sprechen gekommen. Ich war erst mal nicht begeistert, habe mich dann aber von guten Autoren und Sophia Thomalla, die ebenfalls mit im Team ist, überzeugen lassen. Und bevor man gar nichts im Fernsehen hat, macht man eben sowas. (lacht)

Der Untertitel lautet nun „Jetzt noch dreister“. Wie dreist wird’s wirklich?

Die Sendung wird eine etwas andere Farbe als früher bekommen. Dazu führen wir einige Rubriken und Figuren ein, um wiederkehrende Charaktere zu haben, die mitunter auch richtig böse sind. 

Zum Beispiel?

Ich spiele einen Wutbürger, der alles Scheiße findet und im letzten Moment bemerkt, dass er total falsch liegt und den Rest der Welt völlig missverstanden hat. Und natürlich kommt auch meine Rolle des El Commandante, die einst nur durch Zufall entstanden ist, in jeder Sendung vor. Das Bewährte lassen wir also nicht außen vor.

Neu ist der Sendeplatz am Mittwochabend. Sind Sie eigentlich froh darüber, nicht am berühmt-berüchtigten „Fun-Freitag“ antreten zu müssen?

Der Mittwoch ist bislang kein durch Comedy geprägter Tag – insofern glaube ich schon, dass wir dort mit der Neuauflage eine bessere Chance haben als am Freitag, wo allen schon schwindelig wird, wenn sie bloß den Fernseher anschalten. Aber egal welcher Sendeplatz es ist: Man wird nie den Geschmack aller Zuschauer treffen können. Es würde mich freuen, wenn die Leute sagen, sie haben sich vor Lachen weggeschmissen, weil einige lustige Sachen dabei waren. Wenn es keinen interessiert, geht das Leben trotzdem weiter. Aber vielleicht gibt’s ja zwei, drei Zuschauer, denen gefällt, was wir da machen.

Klingt nach völliger Entspannung...

Ich bin auf jeden Fall gelassener als noch vor 15 Jahren. Da hätte ich mir in die Hosen gemacht und wäre vor dem Start wahnsinnig geworden.

Herr Nontschew, viel Erfolg und herzlichen Dank für das Gespräch.

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