Kleine Hoffnungsschimmer gibt es ja: Ende Oktober startet bei Sat.1 "Pastewka", Anfang November bei ProSieben "Stromberg". Und dann gibt es da noch die Eigenproduktion des kleinen Senders Das Vierte, "Ein Haus voller Töchter", die Anfang 2010 starten soll. Doch diese wenigen Formate sind natürlich kein Vergleich zu den USA. Dort hat in diesem Herbst ABC mit einem völlig neuem Sitcom-Abend am Mittwoch mit gleich vier Serien großen Anteil am Zuwachs des Genres in der US-Primetime. Und der Sender hat damit sogar Erfolg. Zumindest "Cougar Town" mit Courtney Cox und "Modern Family" mit "Al Bundy" Ed O'Neill performen bislang sehr gut.Während CBS mit eher traditionellen Sitcoms den Montagabend belegt, NBC am Donnerstag eher Comedy-Avantgarde programmiert und Fox am Sonntagabend seine "Animation Domination" mit "Simpsons", "Family Guy" und Co. zeigt, bleibt abzuwarten, ob auch ABC mit diesen oder möglichen weiteren Sitcoms am Mittwochabend eine eigene Comedy-Farbe besetzt. Überlebenswichtig ist das Genre für NBC. Der Sender befindet sich seit Jahren im Sinkflug in Richtung Bedeutungslosigkeit unter den großen Networks und klammert sich da etwa an die Kritiker-Erfolge der Serie "30 Rock", die auch dieses Jahr wieder bei den Emmys abräumte oder den letzten großen Zuschauererfolg, "The Office".
"30 Rock" ist ein guter Beleg dafür, warum NBC sich mit seinem Comedy-Abend deutlich etwa von CBS unterscheidet. Die Sitcom rund um eine fiktive NBC-Comedyshow ist recht spitz, manchmal speziell. Damit ist die Serie schon kein Quoten-Abräumer in den USA - und dementsprechend wohl auch nicht in Deutschland. Hier hatte keiner der großen FreeTV-Sender Interesse an der Serie. Selbst Das Vierte, das die Serie ursprünglich angekündigt hatte, nahm wieder Abstand davon. Jetzt läuft "30 Rock" ab 1. November beim neuen TV-Sender ZDFneo. Doch zurück von der Nische zum großen Ganzen.
Neun neue Comedy-Formate im US-Network-Fernsehen, einige weitere bei HBO, Lifetime und anderen kleineren Sendern sowie vorher undenkbare Quoten-Erfolge im deutschen Fernsehen werfen die Frage auf: Warum boomt die Sitcom ausgerechnet in diesem Jahr? Naheliegende Erklärung: In der Krise will das Publikum lachen. Ablenkung, Zerstreuung und Unterhaltung sind gefragt und genau das liefern Sitcoms. Deswegen war das Genre auch bei der MIPCOM in Cannes so gefragt. Unter den gehandelten Formaten war auch wieder eine herausragende deutsche Sitcom: "Türkisch für Anfänger" ist bei uns zwar beendet und geht dennoch weiterhin um die Welt.
Im November kann sich das Team der Produktionsfirma Hofmann & Voges in New York Hoffnungen darauf machen, dass die Serie mit dem International Emmy Award als weltweit beste Comedy des Jahres ausgezeichnet wird. Vielleicht wäre das ja noch ein weiterer Ansporn für deutsche Sender und Produzenten, dass der Boom der Sitcoms nicht allein ein Boom der US-Sitcoms bleibt.
Neun neue Comedy-Formate im US-Network-Fernsehen, einige weitere bei HBO, Lifetime und anderen kleineren Sendern sowie vorher undenkbare Quoten-Erfolge im deutschen Fernsehen werfen die Frage auf: Warum boomt die Sitcom ausgerechnet in diesem Jahr? Naheliegende Erklärung: In der Krise will das Publikum lachen. Ablenkung, Zerstreuung und Unterhaltung sind gefragt und genau das liefern Sitcoms. Deswegen war das Genre auch bei der MIPCOM in Cannes so gefragt. Unter den gehandelten Formaten war auch wieder eine herausragende deutsche Sitcom: "Türkisch für Anfänger" ist bei uns zwar beendet und geht dennoch weiterhin um die Welt.
Im November kann sich das Team der Produktionsfirma Hofmann & Voges in New York Hoffnungen darauf machen, dass die Serie mit dem International Emmy Award als weltweit beste Comedy des Jahres ausgezeichnet wird. Vielleicht wäre das ja noch ein weiterer Ansporn für deutsche Sender und Produzenten, dass der Boom der Sitcoms nicht allein ein Boom der US-Sitcoms bleibt.
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