Sommerbilanz 2019 © TVNow/ZDF/P. Seeger/ProSieben/W. Weber
Die Tops und Flops der letzten Wochen

"Masked Singer" bis "Sorry für alles": Die Sommerbilanz

 

"The Masked Singer" war der große Sommerhit, daneben war es aber auch eine hervorragende Trash-Saison. Viele Sommerformate der Sender fielen allerdings auch durch. Wir blicken zurück und ziehen unsere traditionelle Sommer-Bilanz

von Uwe Mantel
29.08.2019 - 10:15 Uhr

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The Masked Singer© ProSieben/Willi Weber
"The Masked Singer" (ProSieben) 4 Sonnen

Auf unserer Skala von drei Regenwolken bis drei Sonnen erhält "The Masked Singer" ganz klar vier Sonnen. Das Format gab einer ganzen Branche den Glauben ans lineare Fernsehen und die Zugkraft einer ausgefallenen Show-Idee zurück. Schon als das Ratespiel um die maskierten Sänger Ende Juni startete und über 20 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte, war der Jubel in Unterföhring riesig - und das sollte ja erst der Anfang sein. Von Woche zu Woche zog "The Masked Singer" mehr Zuschauer in seinen Bann, das Finale erzielte 38,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe und unterhielt über 4,3 Millionen Zuschauer - doppelt so viele wie zum Auftakt. Wow...

Produzent: Endemol Shine Germany


Das Wichtigste im Leben© TVNOW / Martin Rottenkolber
"Das Wichtigste im Leben" (Vox) 2 Wolken

Nach dem Riesen-Erfolg "Club der roten Bänder" und der Enttäuschung "Milk & Honey" wagte sich Vox erstmals eine eine eigene Serie ohne internationale Vorlage. Die Familienserie mit Jürgen Vogel und Bettina Lamprecht legte zwar einen recht vielversprechenden Start hin, konnte das Publikum aber nicht halten. In der letzten Woche lag die Serie um 20.15 Uhr nur noch bei knapp über 4 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe - für Vox ist das deutlich zu wenig.

Produzent: Bantry Bay

"Team Ninja Warrior Germany" (RTL) 1 Wolke

Team Ninja Warrior Germany - Promi-Special© MG RTL D / Stefan Gregorowius

"Ninja Warrior Germany" war für RTL auch in der driten Staffel in der letzten Saison wieder ein voller Erfolg - um so erstaunlicher, dass die Team-Variante sich so schwer tut. Weil es letzte Woche schon nur mau lief, änderte RTL diesmal den Sendeplatz von Sonntag auf Samstag. Gebracht hat das wenig: Anfangs waren die Marktanteile sogar einstellig, erst zum Finale hin gab es dann doch noch zufriedenstellende Werte. Doch über die gesamte Staffel gesehen blieb auch die 2. Staffel unterm Soll.

Produzent: Norddeich TV

Schlager sucht Liebe© MG RTL D/Bernd-Michael Maurer
"Schlager sucht Liebe" (RTL) 3 Wolken

Auf der Suche nach einer Menschen-Gruppe, die noch kein eigenes Kuppelformat im deutschen Fernsehen hat, ist RTL auf Schlagersänger gestoßen. Das klang auf dem Papier nach einer guten Kombi und spannenden Geschichten, geriet aber erstaunlich langweilig. Nach zwei Wochen mit deutlich einstelligen Marktanteilen am Sonntagvorabend, verschob RTL das Format eilig in den Vormittag, wo es noch viel schlechter lief. Die letzte Folge verabschiedete sich mit nicht mal 4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49_Jährigen - ein Totalausfall.

Produzent: ume - Unique Media Entertainment

Was für ein Jahr!© Sat.1/Guido Engels
"Was für ein Jahr!" (Sat.1) Sonne und Wolken

 Die durchaus charmante Zeitreise-Show "Was für ein Jahr" mit Hugo Egon Balder, Ruth Moschner und Bülent Ceylan lief in den ersten Wochen noch ordentlich, verlor zum Ende hin allerdings dann doch deutlich an Zugkraft. Die letzte Folge kam nur noch auf knapp über 5 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe und wenig mehr als eine Million Zuschauer. Immerhin schaffte Balder aber, die andere Balder-Show "Genial daneben", die am späteren Abend zuvor völlig verloren wirkte, etwas mit anzuschieben.

Produzent: Talpa Germany

Grüße aus 1976© ZDF/Martin Valentin Menke
"Grüße aus..." (ZDF) 1 Wolke

Nostalgie stand auch im ZDF auf dem Programm, hier hieß das Format "Grüße aus..." und die Macher richteten dafür jeweils ein Haus ganz im Stil eines bestimmten Jahres ein, wo die Gäste dann ein Wochenende in der Vergangenheit verbringen. Nette Idee, die sich am späten Donnerstagabend im ZDF aber nicht ganz leicht tat. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum pendelte nur um die 10-Prozent-Marke und lag auch bei den 14- bis 49-Jährigen klar unter dem Senderschnitt.

Produzent: Fabiola

Bauer sucht Frau international© RTL
"Bauer sucht Frau - International" (RTL)  2 Sonnen

Auch nach 14 Jahren ist "Bauer sucht Frau" noch immer das Gefragteste Kuppelformat im deutschen Fernsehen. In diesem Jahr gab's erstmals noch einen Sommer-Ableger, in dem ausschließlich Farmer aus anderen Ländern auf Partnersuche gingen. An den Erfolg des Originals reichten die Quoten bei Weitem nicht ran und zum Ende der Staffel ging "BsF International" zudem etwas die Puste aus - doch mit im Schnitt über 14,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen kann RTL gleichwohl vollauf zufrieden sein, zumal das Format anders als die meisten anderen Kuppeleien auch bei den älteren Zuschauern sehr gut funktionierte und im Schnitt 3,75 Millionen Zuschauer ansprach.

Produzent: UFA Show & Facutal

Der Traumjob - bei Jochen Schweizer© ProSieben
"Der Traumjob bei Jochen Schweizer" (ProSieben) 3 Wolken

Nachdem Sat.1 schon mit Carsten Maschmeyer auf die Nase gefallen ist, legte nun ProSieben mit dem nächsten Löwen eine Bruchlandung hin: Wie Jochen Schweizer mit etwas seltsam anmutenden Challenges rund um die Welt auf die Suche nach einem Geschäftsführer für ein Unternehmen ging, wollten schon zum Start nicht mal eine Million Zuschauer sehen, ab der zweiten Woche pendelte der Marktanteil nur noch um die 5-Prozent-Marke. Zur Schadensbegrenzung wurde das Format in Doppelfolgen zu Ende gebracht, was die Quoten nicht steigen ließ, aber zumindest dafür sorgte, dass man sich zwei Wochen weniger darüber ärgern musste.

Produzent: Sony Pictures

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