Es ist ein bitterer Schritt: Die Sporttotal AG hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das hat das Unternehmen jetzt offiziell mitgeteilt. Teil des Verfahrens werden demnach - neben der Sporttotal AG selbst - auch sechs deutsche Tochtergestellschaften, darunter die Sporttotal.tv GmbH, die Sporttotal Events GmbH, die Sporttotal Content Marketing GmbH und die Forty10 GmbH.
Es sei "zuletzt nicht mehr gelungen, Kapitalmaßnahmen umzusetzen, die eine Finanzierung der Sporttotal-Gruppe hätten sicherstellen können", hieß es in einer veröffentlichten Erklärung des Unternehmens. Zusätzlich hätten mehrfach verschobene Großprojekte im internationalen Projektgeschäft zu einer nicht mehr abzuwendenden Zahlungsunfähigkeit geführt.
Doch wie soll es nun weitergehen? Auch darauf gibt die Mitteilung eine erste Antwort: Durch eine Sanierung und Restrukturierung in einem Insolvenzverfahren will der Vorstand nun eine Fortsetzung der Geschäftstätigkeiten ermöglichen. Insbesondere die Geschäftsbereiche der Ausstattung von Rennstrecken mit Spezialelektronik und der Ausbau des Streaming-Geschäfts für Live-Sport-Events versprechen nach Ansicht des Unternehmens "zukünftig Wachstumschancen und positive Erträge".
Im Jahr 2017 war Sporttotal aus der damaligen Wige Media AG hervorgegangen. Damit ging auch ein radikaler Schnitt in der Ausrichtung einher, indem man sich von den bisherigen Kerngeschäftsfeldern TV-Produktion und Medientechnik trennte.
Die Sporttotal Venues GmbH sowie die US-amerikanische Gesellschaft Staidium US sind von dem jetzt eröffneten Insolvenzverfahren erklärtermaßen indes nicht betroffen.
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