Die Sportfreunde Stiller dürfen ein großes Sportereignis mal wieder musikalisch begleiten. Während die Band in den zurückliegenden 20 Jahren vor allem mit Fußball-Songs die Massen bewegte, verantworten sie nun den ARD-Olympia-Song "Ti amo, Italiano!". Die Band wird in diesem Jahr außerdem 30 Jahre alt, was der BR zum Anlass nimmt, einen Dokumentarfilm über die Gruppe zu produzieren. Das noch titellose Projekt soll vor der Fußball-WM veröffentlicht werden, darüber hinaus ist auch ein Podcast geplant.

Die Sportfreunde-Doku ist nur eine von vielen Dokus, mit denen der BR in diesem Jahr Schlagzeilen machen will. Bereits am 4. Februar ist im BR Fernsehen der Dokufilm "David Bowie - Der letzte Akt" zu sehen, darin wird zehn Jahre nach dem Tod des Künstlers das letzte kreative Kapitel Bowies nachgezeichnet. In "Schach im Slum" geht’s um Schachmeister Tunde Onakoya und die True-Crime-Doku "SUDO – auf der dunklen Seite der Macht" beschäftigt sich mit einem 23-Jährigen, der online einen Drogenhandel betrieben hatte. 

Darüber hinaus hat der BR am Freitag bei seinem Presse-Filmbrunch auch eine Reihe von fiktionalen Highlights für die kommenden Monate in Aussicht gestellt. So soll die erfolgreiche Serie "Himmel, Herrgott, Sakrament" noch im Frühjahr fortgesetzt werden. Die erste Staffel sorgte 2023 für Rekordquoten, Franz Xaver Bogner führt auch jetzt wieder Regie. Bereits bekannt war, dass die neue Staffel von "School of Champions" im Februar startet. 

Einen Abschied gibt es zu Ostern: Nach 35 Dienstjahren verabschieden sich die "Tatort"-Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) mit einer Doppelfolge. Nur Ulrike Folkerts stand für den "Tatort" länger vor der Kamera als Nemec und Wachtveitl, dafür kommen die beiden auf 100 gelöste Fälle - mehr als alle anderen "Tatort"-Teams. Veränderungen gibt’s auch im Franken-"Tatort": Ab Herbst ermittelt Rosalie Thomass als Emilia Rathgeber gemeinsam mit Fabian Hinrichs als Felix Voss, unterstützt werden sie von Eli Wasserscheid als Wanda Goldwasser (DWDL.de berichtete). Für den "Krimi aus Passau" geht es ebenso weiter wie für den vom BR verantworteten "Polizeiruf 110".

Für den FilmMittwoch des Ersten steuert der BR in diesem Jahr zudem drei Filme über "starke Frauen" (O-Ton BR) bei. Die Komödie "Damen" (18. Februar) erzählt von den beiden Münchnerinnen Maya (Salka Weber) und Sema (Şafak Şengül), die ihr Leben navigieren zwischen Familie, Herkunft, Gegenwart und Liebe. In "Makellos – Eine kurze Welle des Glücks" (11. März) geht es um Constanze, Erbin eines Trachtenunternehmens, die sich in ihrer Ehe vernachlässigt fühlt und durch einen Tipp ihrer besten Freundin bei einem Callboy landet, der ihr Leben grundlegend verändert. Und "So haben wir dich nicht erzogen" (18. März) zeigt Brigitte Hobmeier und Gerti Drassl als queeres Paar, dessen Familienleben aus den Fugen gerät, als die Tochter (Alina Schaller) überraschend ihre Hochzeit ankündigt – mit einem Mann.

Björn Wilhelm, BR-Programmdirektor Kultur, erklärt: "Film verbindet: im Kino ganz real, in jedem Fall aber über die Emotion. Der Bayerische Rundfunk steht für Filme und Stoffe, die Orientierung geben und Zusammenhalt schaffen. Deshalb werden wir alles dafür tun, den Kreativen in Bayern weiter ein verlässlicher Partner zu sein. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nicht nur unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Demokratie, sondern wir brauchen ihn eben auch für eine lebendige Kreativwirtschaft und einen gesunden Produktionsstandort. Film ist Kulturarbeit und ein Beitrag für das Funktionieren unserer Welt. Und das war selten wichtiger als gerade jetzt."

Und Bettina Ricklefs, BR-Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie, ergänzt: "Unsere fiktionalen Produktionen stehen für Qualität und Vielfalt. Als BR beteiligen wir uns an internationalen Filmen, die auf renommierten Festivals weltweit präsentiert werden. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf Projekte, die fest in der bayerischen Region verankert sind. Darin liegt auch unsere besondere Stärke: Geschichten aus Bayern erzählen – das ist unsere DNA!"