ZDFneo hat die Ausstrahlung der norwegischen Serie "After Benjamin" angekündigt. Die sechs Folgen sind am 24. März ab 22:35 Uhr in einem Rutsch zu sehen, schon ab dem 20. März steht die Serie zum Abruf im ZDF-Streamingportal bereit. Entstanden ist die Produktion im Rahmen des sogenannten New8-Zusammenschlusses, dahinter stehen neben dem ZDF also auch die europäischen Sender NRK, DR, SVT, YLE, RÚV, VRT und NTR.
Und darum geht es: Im Sommer 2000 genießen die Schulfreunde Benjamin (Emil Sesay Stenseth) und Elias (Sam Ashraf) unbeschwerte Tage im multikulturellen Osloer Stadtteil Holmlia, nicht ahnend, welch schreckliches Schicksal auf die beiden wartet. Neue Nachbarn ziehen ein, die Gemeinschaft wächst – doch erste Risse werden sichtbar: unterschwelliger Rassismus, ein Hakenkreuz an der Schulmauer. Als der Winter kommt, führt ein nächtliches Treffen der Freunde zu einem Ereignis, das niemand kommen sah. Benjamin wird von einem Neonazi ermordet.
Die Serie basiert lose auf wahren Begebenheiten: Am 26. Januar 2001 wurde im Osloer Vorort Holmlia der Junge Benjamin Hermansen von Neonazis brutal ermordet. Die norwegische Miniserie zeigt nun mit eigenen, fiktionalen Figuren, wie Familie und Freunde mit dem Verlust umgehen und sich eine ungeahnte Welle der Solidarität gegen Rechtsextremismus über das ganze Land ausbreitet. Serienschöpfer ist Mikael Diseth, ein norwegischer Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. Als Jugendlicher besuchte er dieselbe Mittelschule wie Benjamin Hermansen, dessen Ermordung Norwegen erschütterte und Diseth nach eigenen Angaben stark beeinflusste.
Neben Diseth hat auch Lev David die Drehbücher für die Folgen geschrieben, als Produzent fungiert Vegard Stenberg Eriksen. "‘After Benjamin’ ist eine wichtige und in Teilen schmerzhafte Serie – gerade weil sie den Mut hat, dorthin zu schauen, wo gesellschaftliche Wunden liegen. Sie erinnert daran, dass rechtsextreme Gewalt nicht verdrängt werden darf, und sie ruft dazu auf, Haltung zu zeigen: gegen Rassismus, gegen Ausgrenzung, für eine offene und wachsame Gesellschaft", sagt Frank Baloch aus der ZDF-Hauptredaktion Internationale Fiktion.
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