Als die ARD Anfang des Monats die programmlichen Highlights angekündigt hat, die demnächst in der Mediathek zu sehen sein werden, kündigte man auch die Veröffentlichung einer dreiteiligen "Bravo"-Doku-Serie für den 25. Mai an. Kürzlich stellte aber auch RTL in Aussicht, sich mit dem Hype rund um die früher so erfolgreiche Jugendzeitschrift zu beschäftigen. Das mehr als zweistündige "70 Jahre Bravo - Das große Jubiläum" ist beim Privatsender am 17. Mai zur besten Sendezeit zu sehen.
Jetzt hat die ARD die Veröffentlichung ihrer Doku-Serie über die "Bravo" vorgezogen. "Bravo - Headlines, Hypes und Herzschmerz" ist demnach bereits ab dem 23. Mai in der ARD-Mediathek verfügbar. Damit ist RTL zwar noch immer früher dran, die interessierten Zuschauerinnen und Zuschauer müssen aber nicht mehr ganz so lang auf die Doku-Reihe warten.
In der ARD-Produktion berichten Jasmin Wagner ("Blümchen"), Eloy de Jong ("Caught in the Act"), Angelo Kelly, Jeanette Biedermann, Oli P., Senna Gammour, Eko Fresh und Liont, wie die "Bravo" ihre Karrieren geprägt, Chancen eröffnet, aber auch Freiheiten genommen hat. Ariana Baborie, Gazelle Vollhase und Aurel Mertz erinnern sich an die Bedeutung des Magazins in ihrer Jugend.
Jasmin Wagner fasst die einstige Bedeutung des Magazins so zusammen: "Die ‘Bravo’ war damals der direkte Draht zu den Herzen der Fans. Wer dort nicht stattfand, war praktisch unsichtbar." In der Doku-Serie soll gezeigt werden, wie durch die "Bravo" Stars geschaffen, aber auch verschlissen wurden. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des Hefts zwischen 1991 und 2015 - also von der Hochphase bis zum Niedergang. Zu Wort kommt auch der ehemalige Chefredakteur Alex Gernandt, Jutta Stiehler erzählt zudem von ihrer Zeit im Team von "Dr. Sommer".
Kristian Costa-Zahn, Programmgeschäftsführer und Head of Content bei ARD Kultur, sagt: "Nach den erfolgreichen Dokus 'Die Viva-Story' und 'Die Vice-Story' starten wir mit 'Bravo - Headlines, Hypes und Herzschmerz' erneut eine Serie über ein kulturelles Phänomen, das das Lebensgefühl von Jugendlichen über Jahrzehnte geprägt hat. In den drei Folgen blicken wir zurück in die damaligen Jugendzimmer um die Jahrtausendwende und auf ein ambivalentes Phänomen, das einerseits positive Erinnerungen weckt, andererseits aber auch einen kritischen Blick auf die Inhalte und Entwicklungen des Magazins im Rückblick erlaubt."
Und Klaus Reimann, Redaktionsleiter Kultur beim WDR, ergänzt: "’Bravo’ war weit mehr als ein Jugendmagazin, es war eine Instanz, die Nähe versprach und Orientierung bot, dabei aber auch enormen Einfluss auf Selbstbilder, Körperideale und Rollenverständnisse hatte. Die Doku zeigt diese Macht und stellt die Frage, was sie für eine ganze Generation bedeutet hat."
Die Doku-Serie ist eine Produktion von LOOKSfilm im Auftrag von ARD Kultur, WDR, BR, HR, SWR, MDR sowie RBB. Die Redaktion verantworten Yasmin Vorndran-Ahmadiar (ARD Kultur), Kristian Costa-Zahn (ARD Kultur), Klaus Reimann (WDR), Regina Rohde (WDR), Rachel Roudyani (BR), Dorothee Ott (HR), Joanna Gawronska (SWR), Rosa Maria Hopp (MDR), Marie Röder (RBB) und Christine Thalmann (RBB). Regie führte Mariska Lief, von der auch das Drehbuch stammt.
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