Das vor der Übernahme durch Paramount Skydance stehende Warner Bros. Discovery hat im ersten Quartal einen Umsatz in Höhe von 8,89 Milliarden US-Dollar verzeichnet, rechnet man Wechselkurseffekte heraus, dann war das ein Rückgang um drei Prozent im Vergleich zum Vormonat - vor allem aufgrund rückläufiger Werbeeinnahmen. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg trotzdem leicht auf 2,2 Milliarden Euro.
Unterm Strich hat sich der Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahresquartal allerdings von 453 Millionen auf 2,916 Milliarden Dollar ausgeweitet. Hier schlägt die 2,8 Milliarden Dollar teure "Termination Fee" zu Buche, die Warner Bros. Discovery an Netflix zahlen musste, nachdem man den geschlossenen Übernahmevertrag nach dem höheren Gebot durch Paramount Skydance wieder aufgelöst hat.
Tatsächlich kam das Geld allerdings von Paramount, das im Rahmen seines nachgebesserten Übernahme-Angebots die Übernahme zugesichert hatte. Weil Warner dieses Geld aber unter bestimmten Umständen an Paramount zurückzahlen müsste, taucht es hier nun in der Bilanz auf. 1,3 Milliarden Dollar wurden obendrein an Abschreibungen und Restrukturierungskosten verbucht.
Blickt man auf die einzelnen Segmente, stößt man auch auf erfreulichere Zahlen. Im Streaming-Geschäft zog etwa der Umsatz währungsbereinigt um 7 Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar, der operative Gewinn um 17 Prozent auf 438 Millionen Dollar. Die Werbeeinnahmen wuchsen hier überdurchschnittlich, machen aber trotzdem nur etwa 10 Prozent der Gesamt-Einnahmen in diesem Bereich aus. Im Studis-Segment verdreifachte sich das Adjusted EBITDA auf 775 Millionen Dollar. Der ungeliebte Bereich "Global Linear Networks", der ursprünglich abgespaltet werden sollte, verzeichnete einen Umsatzrückgang um neun Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar, steuerte aber noch immer 1,63 Milliarden Dollar an operativem Gewinn bei.
von




