Der WDR trauert um Dietmar Schott. 40 Jahre lang war er zwischen 1962 und 2002 beim WDR und während dieser Zeit als Reporter, Moderator und Sportchef tätig. Bekanntheit erlangte er vor allem als Moderator der Radiosendung "Sport und Musik", deren zentrales Element – die ARD-Bundesliga-Schaltkonferenz – von ihm miterfunden wurde.

WDR-Intendantin Katrin Vernau: "Dietmar Schott wurde häufig 'Hörfunk- Legende' genannt, und das völlig zu Recht. Für alle, die samstags vor dem Radio saßen und mit ihrem Fußballverein mitfieberten, war er eine der wichtigsten Stimmen des Landes. Zudem schätzte man ihn als Pferdesport- und Basketball- Kenner – als Experten, der Leidenschaft und journalistische Objektivität zu verbinden wusste. Mit ihm verlieren wir einen großen Sportjournalisten und beliebten Kollegen."

Schott kam 1962 zunächst als Sportredakteur zum WDR. Im Hörfunk moderierte er mehr als 2.000 SEndungen, im WDR Fernsehen fast fünf Jahre lang. Unter anderem berichtete er 32 Mal vom bedeutendsten Trabrennen der Welt, dem „Prix d’Amerique“, 25 Mal vom Deutschen Derby und von elf Olympischen Spielen. Die Fußball-Bundesliga begleitete er vom ersten Tag ihres Bestehens an und nannte sich auch "Kind der Bundesliga". Für seine Reportagen wurde Dietmar Schott mit dem "Herbert-Zimmermann-Preis" und in Neuseeland mit dem "Weltpreis" ausgezeichnet.

1988 trat er die Nachfolge von Kurt Brumme als WDR-Sportchef an, ehe er 2002 in Ruhestand ging. Auch nach seiner Zeit beim WDR war Schott weiterhin als Journalist tätig. 2008 erschien sein Buch "Ich danke Sie!" über den Fußballer Willi "Ente" Lippens.