Der Satelliten-Betreiber Astra hat die neuesten Zahlen seines "TV-Monitors" veröffentlicht, für den man alljährlich durch das Marktforschungsinsitut Kantar den primären TV-Empfangsweg der Haushalte in Deutschland ermitteln lässt. Nachdem es viele Jahre ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Satellit und Kabel gab, ist der Satellit da nun schon seit längerem deutlich vorn. Daran hat sich auch 2025 (die Daten wurden zwischen dem 3.11. und 19.12.2025 erhoben) nichts geändert.
Demnach empfangen 15,46 Millionen TV-Haushalte in Deutschland ihr TV-Signal via Satellit, was einem Marktanteil von 43,7 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das allerdings einen Rückgang um 560.000 Haushalte und 1,1 Prozentpunkte. Noch deutlicher haben die TV-Kabelanbieter verloren - hier dürfte nach weiterhin das Ende des Nebenkostenprivilegs eine Rolle spielen. 12,44 Millionen Haushalte empfangen ihr Signal aber demnach noch ihr TV-Signal vorrangig übers Kabel, ein Minus von 880.000 im Vergleich zum Vorjahr. Der Marktanteil ging von 37,3 auf 35,2 Prozent zurück.
Profiteur der Entwicklung waren die IPTV-Anbieter. IPTV erreicht demnach 5,72 Millionen TV-Haushalte, das war im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von knapp über einer Million. Der Marktanteil erhöhte sich damit deutlich von 13,2 auf 16,2 Prozent. Auch die Zahl der Haushalte, die als primären Empfangsweg die terrestrische Versorgung über DVB-T2 HD angaben, stieg leicht von 1,68 auf 1,74 Millionen. Erhoben wird auch alljährlich die HD-Quote: 96,1 Prozent der Haushalte geben an, das TV-Signal in HD zu empfangen.
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