Alexander Held ist tot. Der Schauspieler starb bereits in der vergangenen Woche im Alter von 67 Jahren nach einer kurzen Krankheit, das hat der mit ihm befreundete TV-Produzent Sven Burgemeister der Nachrichtenagentur dpa bestätigt. Der unter anderem mit einem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnete Schauspieler arbeitete zunächst an den großen deutschsprachigen Bühnen, unter anderem den Münchner Kammerspielen, der Freien Volksbühne Berlin und in den Salzburger Festspielen, bevor er sich dem Kino und Fernsehen zuwandte. 

Bis zuletzt war er in den ZDF-Krimireihen "München Mord" sowie "Stralsund" zu sehen, in beiden Formaten war er in einer Hauptrolle zu sehen. Die letzte Ausgabe von "München Mord" ist Ende Januar dieses Jahres im ZDF zu sehen gewesen, in "Stralsund" war er Mitte Februar das letzte Mal zu sehen. Zumindest von der zweitgenannten Krimireihe befindet sich aktuell auch schon ein weiterer Streifen in Arbeit. Held war in beiden Reihen seit vielen Jahren zu sehen. 

Im Verlauf seiner Karriere spielte Alexander Held aber noch in vielen weiteren Produktionen mit. In den 80er Jahren stand er bereits für "Derrick" und die "Weißblauen Geschichten" vor der Kamera, auch bei "Der Bulle von Tölz" war er zu sehen. Auch bei diversen "Tatorten" war er dabei. Im ZDF war er in vielen verschiedenen Rollen zu sehen, unter anderen in den Event-Mehrteilern "Tannbach – Schicksal eines Dorfes" und "Unterleuten – Das zerrissene Dorf".

Im Kinofilm "Der Schuh des Manitu" verkörperte er einst die Rolle des Karl May. Zu weiteren Produktionen, an denen er mitwirkte, gehören unter anderem "Schindlers Liste", "Sophie Scholl - Die letzten Tage", "Der Untergang" oder auch "Napola" und "Der Baader Meinhof Komplex". "Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung", sagt Produzent Sven Burgemeister gegenüber der dpa, er hatte mit Held bei mehr als 30 Filmen zusammengearbeitet. "Er wird uns allen unglaublich fehlen. Alexander bleibt für immer ein Held für mich."

Und auch im ZDF trauert man um den Schauspieler. Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I und stellvertretender Programmdirektor, sagt: "Wir sind sehr traurig. Wenn ich an Alexander Held denke, dann denke ich an seinen hintergründigen, melancholischen Blick, der seinem Spiel eine philosophische Note gab und an seinen feinen Humor, mit dem er seine Rollen ausstattete. Alexander Held wird dem Film und Fernsehen sehr fehlen."