Nach rund zwei Jahrzehnten hört Frank Plasberg als Jury-Vorsitzender des Bremer Fernseh- und Digitalpreises auf. Gleichzeitig zieht er sich auch als Moderator der Preisverleihung zurück, wie Radio Bremen am Freitag mitteilte. Der langjährige ARD-Polittalker galt seit der Neuauflage des Bremer Fernsehpreises im Jahr 2008 als zentraler Kopf des ARD-Wettbewerbs für Regionaljournalismus. Seither wurden 115 Auszeichnungen vergeben.

Sein Abschied erfolgt nun auf eigenen Wunsch, "um sich neuen Projekten zu widmen", wie es heißt. "Die Arbeit für den Bremer Fernseh- und Digitalpreis war für mich über viele Jahre hinweg eine bereichernde Aufgabe", sagte Plasberg. "Ich danke den Jurymitgliedern, Partnern und allen Beteiligten für das vertrauensvolle Miteinander und wünsche dem Preis weiterhin eine starke Wirkung und viele herausragende Einreichungen." 

Und Yvette Gerner, Intendantin von Radio Bremen, erklärte: "Frank Plasberg hat den Preis mit großer fachlicher Kompetenz, großer Leidenschaft fürs Regionale und außergewöhnlichem persönlichem Engagement geprägt. Seine Stimme hat Gewicht - nicht nur innerhalb der Jury, sondern weit darüber hinaus. Für diese besondere, langjährige Leistung danken wir ihm ganz herzlich."

Plasberg selbst gewann übrigens auch schon einmal den Bremer Fernsehpreis - und zwar im Jahr 1989 zusammen mit Christine Westermann für ein Studiogespräch, das die beiden in der "Aktuellen Stunde" zum Geiseldrama von Gladbeck führten. Wer seine Nachfolge in der Jury, im Vorsitz und bei der Moderation des Bremer Fernsehpreises antreten wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.