Seit 2022 ging Hubertus Meyer-Burckhardt mit 100 Jahre alten Reiseführern auf Entdeckungstour im Norden, immer auf der Suche nach Menschen und ihren Geschichten, nach Schauplätzen, Erfindungen oder Bauten, die schon damals in Reiseführern erwähnt wurden und deren Spuren noch heute zu finden sind. Nun gibt er das Format, das bislang "Meyer-Burckhardts Zeitreisen" hieß, ab. Der NDR hat allerdings auch schon einen Nachfolger gefunden: Yared Dibaba übernimmt, der neue Titel heißt dann "Yareds Zeitreisen".
Meyer-Burckhardt wolle seine Prioritäten künftig etwas anders setzen, erklärt der zu seinem Rückzug: "Wenn ich Fernsehen mache, dann mit vollem Einsatz! Für die aufwändigen 'Zeitreisen' wäre mir das künftig kaum noch möglich gewesen neben vielen Ausgaben der ‚NDR TalkShow‘, ‚Kaum zu glauben‘ und langen Lesereisen für meine Bücher." Verabschieden wird sich Meyer-Burckhardt noch mit zwei letzten Ausgaben, die am 29. Juli und 5. August jeweils um 21 Uhr im NDR Fernsehen zu sehen sein werden.
Dibaba übernimmt dann ab dem 12. August das Ruder und findet im Harz Nachfahren der FKK-Bewegung, in Hamburg-Övelgönne - auch Oevelgönne - erfährt er, wie Kapitäne ihre Häuser an Kurzzeit-Urlauber vermieteten. In Bremen geht er der Frage nach, warum ein "Spülklosett-Darlehen" in einem Reiseführer erwähnt wird. Die Flensburger "Petuh-Tanten" kommen ebenso vor wie die vorpommersche Insel Oie, auf der Hans Albers "Flieger, grüß mir die Sonne!" für einen Film schmetterte.
"Historische Geschichten und Anekdoten waren für mich schon immer Highlights in meinen bisherigen Sendungen - toll, dass ich nun eine eigene Reihe dazu präsentieren darf", sagt Dibaba. "Und 'n büschen Berufserfahrung als Reiseleiter hab‘ ich sogar: vor meiner TV-Karriere war ich mal Tourguide für Stadtrundfahrten."
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