Im August veröffentlicht die ARD in ihrer Mediathek zwei sehr unterschiedliche Serien. Es handelt sich einerseits um die achtteilige Thrillerserie "Hooligans", die aus Israel, Deutschland und Frankreich kommt. Auf der anderen Seite steht das deutsche "Selling Sex", das insgesamt sechs Episoden umfassen wird. Inhaltlich könnten beide Produktionen nicht unterschiedlicher sein - und das macht das breite Spektrum deutlich, in dem sich die ARD bewegt.
In "Hooligans" gerät der junge Getränkeverkäufer Meni Azulai (Ben Sultan) vor einem Fußballstadion zufällig in eine Konfrontation zwischen zwei rivalisierenden Hooligan-Gruppen und rettet einem Mann das Leben – ohne zu wissen, dass es sich dabei um Ovad Hamami (Sean Softi) handelt, den Anführer des radikalen Unterstützerclubs "Wächter der Mauern". Dabei verletzt Meni einen Polizisten und landet mit den Mitgliedern der Gruppe in Polizeigewahrsam. Dies ist der Beginn seines Lebens als Spitzel in einer der gefährlichsten kriminellen Vereinigungen des Landes. Denn die Polizei in Gestalt von Kommissarin Eli Madmoni kann Meni unter Druck setzen, weil er sich bisher dem Militärdienst entzogen hat, und verlangt von ihm, seinen Kontakt zur Gruppe auszubauen und zu nutzen.
"Hooligans" ist eine internationale Koproduktion von Artza Productions, Elvie Productions und Place du Marché Productions mit KAN, Canal+ sowie SWR, NDR und WDR. Die Drehbücher stammen von Lee Gilat, Izhar Harlev, Ester Namdar Tamam, Regie führte Lee Gilat. Die Serie steht ab dem 14. August in der ARD-Mediathek zum Abruf bereit, die lineare Ausstrahlung erfolgt am gleichen Tag ab 23 Uhr bei One.
Darum geht's in "Selling Sex"
"Selling Sex" wird unterdessen am 28. August in der Mediathek veröffentlicht, auch hier erfolgt noch am gleichen Tag die lineare Premiere - ab kurz vor Mitternacht ist die Serie im Ersten zu sehen. Die Serie wurde im Auftrag der ARD Degeto Film von Mia Wallace Productions (Pauline Striebeck und Estella Suplit) für die ARD-Mediathek (Redaktion: Carolin Haasis und Christoph Pellander) in Ko-Produktion mit Senator Film Produktion und Fontana produziert.
Inhaltlich geht es um die 25-jährige Nelly (Ella Morgan), die klug, ehrgeizig und pleite ist. Unzufrieden mit ihrem schlecht bezahlten Praktikum, gewöhnlichen Teilzeitjob und ihren austauschbaren Tinder-Dates ist sie auf der Suche nach mehr. Als eine frühere Kollegin sie in ihre Escort-Agentur einlädt, ist das ihre Tür in ein neues Leben. Zwischen WG-Küche und Luxushotels macht Nelly als Escort sehr unterschiedliche Erfahrungen, findet eine Gruppe unschlagbarer Frauen, der Callboy Ben erobert fast ihr Herz und der Geschäftsmann Tsuneo weckt mehr als nur ihr Interesse. Bald muss Nelly entscheiden: Wie weit ist sie bereit zu gehen, für Freiheit, Erfolg - und für sich selbst?
In "Selling Sex" will man sich auch mit der Frage beschäftigen, was passiert, wenn kluge, ehrgeizige junge Frauen den Marktmechanismen von Sex und Selbstvermarktung nicht ausgeliefert sind, sondern sie strategisch nutzen. Inszeniert werden die Folgen von Miriam Dehne und Marie C. König. Letztere bringt dabei ihre eigene Erfahrung aus zehn Jahren Escort-Arbeit mit ein, sie hat auch am Drehbuch mitgearbeitet. Dehne setzt sich seit Jahren mit weiblicher Selbstinszenierung, Sexarbeit und Popkultur auseinander und fungiert bei "Selling Sex" als Headautorin und Regisseurin.
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