Produzent Michael Kalb, der in der Vergangenheit etwa den unter anderem für den Grimme-Preis nominierten Spielfilm "Shahid" in Koproduktion mit dem Kleinen Fernsehspiel vom ZDF umsetzte, gründet eine eigene Produktionsfirma. Die neue Gesellschaft, die auf den Namen Kalb Media hört, soll dabei die bisherige Arbeit seines Einzelunternehmens fortsetzen.

Sitz der Firma ist nicht etwa München oder Berlin, sondern Dinkelscherben im Landkreis Augsburg - wenngleich der kreative Mittelpunkt vieler Projekte weiterhin in der bayerischen Landeshauptstadt liegen wird. Konkreter Anlass für die Gründung sei die Vorbereitung des neuen Spielfilms "The Inverted Wall" von Regisseurin Narges Kalhor gewesen, mit der Kalb einst schon bei "Shahid" zusammenarbeitete. Nach der jüngsten Förderentscheidung der Filmförderungsanstalt (FFA) sei hierfür nun "ein wesentlicher Meilenstein erreicht". Gemeinsam mit den bereits beteiligten Partnern ZDF - Das kleine Fernsehspiel, dem FilmFernsehFonds Bayern und Hessen Film & Medien soll die Finanzierung des Films in den kommenden Monaten vollständig abgeschlossen werden. Der Dreh ist für Ende des Jahres vorgesehen und soll überwiegend in den Bavaria Film Studios stattfinden.

"Ich habe die Kalb Media GmbH nicht gegründet, um möglichst schnell zu wachsen oder eine große Firma aufzubauen. Ich möchte sie bewusst schlank halten", so Michael Kalb. "Das gibt mir die Freiheit, Projekte anzunehmen, die mich inhaltlich überzeugen, und sie persönlich über viele Jahre zu begleiten. Ich freue mich jedes Mal, wenn Kolleginnen und Kollegen aus Regie, Kamera, Ton oder Produktion bei einem neuen Film wieder dabei sind. Mit der Zeit entsteht so ein großes Vertrauen – und das merkt man der gemeinsamen Arbeit einfach an."

Auch im Dokumentarischen will Kalb das Portfolio erweitern. Zuletzt produzierte er eine Folge der BR-Reihe "Lebenslinien" sowie einen neuen Film für "Unter unserem Himmel". Diese Ergänzung der Kinoarbeit um Auftragsproduktionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk soll innerhalb der Kalb Media fortgeführt und perspektivisch weiterentwickelt werden, hieß es.