Til Schweiger kehrt in eine seiner bekanntesten frühen Rollen zurück: Als Axel soll er erneut den "bewegten Mann" geben, wie aus einer Fördermeldung der Film- und Medienstiftung NRW hervorgeht. Die Fortsetzung mit dem Titel "Der bewegte Mann - Reloaded" wird von den Kölner Produktionsfirmen Gesellschaft für Feine Filme und Peak Point Pictures produziert. Peak Point Pictures war erst kürzlich als Joint Venture von MMC Studios und Zeitsprung Pictures gegründet worden.
Die Geschichte setzt drei Jahrzehnte nach dem ersten Film an. Axel taucht nach Jahren der Funkstille unangekündigt bei der Hochzeit seines schwulen Sohnes auf und bringt damit das fein austarierte Patchwork-Leben von Ex-Partnerin Doro und Ersatzvater Norbert gehörig durcheinander. Zwischen Midlife-Krisen, Babyplänen und der Frage, wer eigentlich Familie ist, soll die Geschichte der Figuren fortgeschrieben werden. Die Film- und Medienstiftung NRW unterstützt den Film mit 900.000 Euro. Als Mitglieder des Casts werden in der Fördermeldung neben Til Schweiger auch Jan Josef Liefers, Marie Bäumer und Rufus Beck genannt. Regie führt Hermine Huntgeburth, das Buch schreiben Judy Horney, Martin Gypkens basierend auf den Comics von Ralf König.
"Der bewegte Mann" kam 1994 in die Kinos und basierte ebenfalls auf Ralf Königs Comics. Im Mittelpunkt stand der Frauenheld Axel, dessen Leben aus den Fugen gerät, nachdem ihn seine Freundin Doro beim Fremdgehen erwischt und vor die Tür setzt. Auf der Suche nach einer Bleibe landet Axel bei seinem schwulen Freund Walter und dessen Mitbewohner Norbert. Weil Doro zwischenzeitlich glaubt, Axel könne homosexuell sein, und Axel die Situation ausnutzt, um wieder Zugang zu ihrem Leben zu bekommen, entwickelt sich ein turbulentes Verwirrspiel um Beziehungen, sexuelle Identität und Eifersucht. Die von Sönke Wortmann inszenierte Komödie wurde mit mehr als sechs Millionen Kinobesuchern zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme der 1990er Jahre und machte Schweiger endgültig einem breiten Publikum bekannt.
Eine Robin-Hood-Neuinterpretation und das Kinodebüt von Bilâl Bahadir
Gefördert werden durch die Film- und Medienstiftung außerdem unter anderem der Antikriegsfilm "The Tale of Robin Hood". Die RO Co-Production produziert fürs Kino und fürs ZDF eine radikale Neuinterpretation der ikonischen Geschichte. Thomasin McKenzie übernimmt die Hauptrolle einer jungen Frau, die unter allen Umständen ihren Bruder retten will und deshalb Robin Hood täuscht. Der Film thematisiert, dass Gewalt unweigerlich zu weiterer Gewalt und weiterem Tod führt und nie der einzige Ausweg sein darf. Regie führt Patrick Vollrath, Harris Kaufmann und Joachim Hedden schreiben das Buch.
In seinem Kinodebüt "Elan" erzählt Fernsehpreis Gewinner Bilâl Bahadir ("Uncivilized") vom 17-jährigen Emre und seinem Ringen um Recht und Würde. Sich falsch behandelt fühlend, versucht er, Halt in ihm wichtigen und bekannten Strukturen und Menschen zu finden. Doch das Gefühl, dass Ungerechtigkeit überall akzeptiert wird – auf der Straße, gegenüber der Moschee und innerhalb seiner eigenen Gemeinschaft – verfestigt sich in ihm. Gemeinsam mit der Kölner Kollektiv Zwo wird das Drama komplett in NRW realisiert, dafür gibt's 700.000 Euro Förderung.
Im Dokumentarfilm-Bereich fördert die Filmstiftung unter anderem die Doku "Der Strippenzieher" von UFA Show & Factual über den Spielerberater Volker Struth, die Bildersturm Filmproduktion erhält 200.000 Euro Förderung für einen Film über Trude Herr und Broadview TV erzählt mit "Der Fluch von Detroit - Die Löwen brüllen wieder" die emotionale Außenseiter-Story der American-Football-Mannschaft Detroit Lions. Hier ist als Sender RTL mit an Bord.
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