Nach nicht einmal eineinhalb Jahren gehen Constantin Schreiber und Axel Springer wieder getrennte Wege. Wie der Journalist am Donnerstag in einem Video mitteilte, wird er den Verlag zum Jahresende verlassen. Schreiber war nach seinem "Tagesschau"-Abschied erst im September 2025 zu Springer gewechselt und sollte als sogenannter "Global Reporter" aus New York, vor allem aber aus Tel Aviv über die gesamte Region des Nahen Ostens berichten - unter anderem in Artikeln, Podcasts, TV-Dokumentationen und Talkshows. 

Schon im April war damit aber wieder Schluss. Damals hatte Springer bekanntgegeben, dass Schreiber zwar weiter als "Global Reporter" im Einsatz sein soll, "aus familiären Gründen" jedoch von Deutschland aus arbeiten wird, um sich fortan auf seine Podcast-Formate zu konzentrieren. Schreiber sollte damit Springers "Content-Creator-Initiative" stärken. Nun, kaum drei Monate später, ist klar, dass die Zusammenarbeit ein baldiges Ende finden wird.

In einem unter anderem auf YouTube veröffentlichten Video erklärte Schreiber am Donnerstag: "Es war zwar nicht so lang bei Axel Springer, aber es war sehr spannend." Er habe "immer geglaubt, dass Veränderung gut ist, weil sie einen fit hält und flexibel hält", so Schreiber, der sich ab 2027 einer neuen Aufgabe widmen will - um welche es sich dabei handelt, ließ der 47-Jährige allerdings offen. Klar ist jedoch, dass er 2027 mit seinem Podcast auf Tournee gehen wird.

Von der anfänglichen Euphorie der Zusammenarbeit mit Constantin Schreiber ist bei Axel Springer indes nicht mehr viel zu spüren. Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" äußerte sich der Verlag nun jedenfalls erkennbar verhalten: "Wir bestätigen, dass Constantin Schreiber und Axel Springer die Zusammenarbeit zum 31. Dezember beenden. Er wird sich künftig eigenen Projekten widmen."