Der nächste hochkarätige Abgang beim deutschen Team von Prime Video: Nachdem Ende vergangenen Jahres Christoph Schneider das Unternehmen verlassen hat, nachdem sein Posten des Country Directors in der neuen Führungsstruktur nicht mehr vorgesehen war, geht nun auch der Mann, der das deutsche Angebot von Prime Video in den letzten Jahren inhaltlich maßgeblich mitbestimmt hat. Philip Pratt habe sich entschieden, eine neue berufliche Möglichkeit außerhalb des Unternehmens anzunehmen und Amazon daher zu verlassen, teilte Tara Erer, Head of UK & Northern Europe Originals, in einer internen Mail dem Team am Montagabend mit.
Pratt stand seit elf Jahren in Diensten von Amazon. In den ersten Jahren verantwortete er den TV-Serien-Einkauf, ehe er 2018 als Leiter Deutsche Originals bei MGM Studios Germany die Verantwortung für alle deutschen Eigenproduktionen übernahm. Unter seiner Führung entstand im deutschen Team ein zunehmend breit gefächertes Angebot quer durch zahlreiche Genres, darunter große Erfolge wie die deutsche Version von "LOL: Last One Laughing", der weltweite Hit "Maxton Hall", die Reality-Show "The 50", die Engelke-Pastewka-Serie "Perfekt Verpasst" oder der Anti-Kriegsfilm "Der Tiger".
"Unter Philips Führung entwickelte sich das deutsche Team zu einem unserer kreativ ehrgeizigsten lokalen Studios", schreibt Tara Erer in ihrer Mail. "Wir sind dankbar für alles, was er aufgebaut hat, und wünschen ihm alles Gute." Wohin es Pratt zieht, ist unterdessen ebenso unklar wie die Frage, wer seinen Posten künftig unternehmen soll. Man werde jetzt mit der Suche nach einem neuen "Head of German Originals" beginnen, so Erer.
Bis die Nachfolge geklärt ist, berichten alle jene, die bislang direkt unter Philip Pratt aufgehängt waren, direkt an Tara Erer. Für Serien bleibt somit weiterhin Petra Hengge verantwortlich, um die Filme kümmert sich Verena Schilling, Volker Neuenhoff kümmert sich um den Unterhaltungsbereich. Auswirkungen auf laufende oder geplante Projekte soll Pratts überraschender Abgang nicht haben. "Ich werde weiterhin eng mit dem Team an unserem kommenden Programm arbeiten, um sicherzustellen, dass es bei den Projekten in der Entwicklung zu keinen Unterbrechungen kommt", schreibt Erer.
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