Kaum mehr als eine Woche ist es her, dass die Filmförderanstalt FFA ihre Hinweise zur Verschärfung bei der Antragstellung für die Fördertöpfe DFFF und GMPF ankündigte, da kommt nun schon die nächste Meldung: Wie die FFA mitteilte, ist das für 2026 verfügbare Antragsvolumen ist nun ausgeschöpft. Zuletzt war die Rede davon, dass nur noch Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro angenommen werden können - doch auch diese Mittel sind nun aufgebraucht. 

Seit der vergangenen Woche wurden nach Angaben der FFA noch einmal insgesamt 13 Anträge entgegengenommen, davon zehn Anträge für Spiel- und Dokumentarfilme sowie Anträge für zwei Fiktion- und eine Dokuserie. Damit werde die historische Höchstsumme an Fördermitteln für die Anreizförderung von der Filmbranche in Anspruch genommen, hieß es. Weitere Anträge für Projekte mit Drehstart im Jahr 2026 können jetzt nicht mehr angenommen werden, teilte die FFA weiter mit.

Erst vor einer Woche hatte die Filmförderanstalt erklärt, dass bereits 151 Millionen Euro an 103 Projekte vergeben wurden und sich weitere 111 eingereichte Projekte in der Bearbeitung befänden. Kritik an der daraufhin erfolgten Verschärfung kam in Folge dessen von mehreren Verbänden. Produktionsallianz, AG DOK, Deutsche Filmakademie und PROG Producers of Germany schrieben in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass die Änderungen "Zweifel an der dringend notwendigen Planbarkeit für wirtschaftliche Investitionen in den Filmstandort Deutschland" säen würden. Außerdem würden dadurch Befürchtungen aufkommen, dass es 2027 weitere Einschränkungen geben könnte. Die Verbände fordern daher mehr Transparenz rund um die Filmförderung. Zugleich war die Rede von einer "Bankrotterklärung der Filmpolitik". 

Die Filmförderanstalt FFA teilte nun weiter mit, dass Einreichungen für Projekte mit Drehstart 2027 sollen voraussichtlich ab November möglich sein. Der Run auf die Förderung dürfte dann aber wahrscheinlich noch größer werden, weil Filmfördertopf im kommenden Jahr schon wieder von 250 auf 200 Millionen Euro sinken soll.

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