Gerade erst hat sich Axel Springer in der Vermarktung neu aufgestellt, so soll Media Impact bis Ende des Jahres in die "Bild"-Gruppe integriert werden (DWDL.de berichtete). Nun wird bekannt: Auch bei der Premium-Gruppe, in der der Verlag seine Marken Welt, Politico und Business Insider gebündelt hat, kommt es zu Veränderungen. Geplant ist unter anderem ein Personalabbau. 

Gegenüber DWDL.de bestätigt ein Sprecher von Axel Springer den Stellenabbau, "der alle Bereiche von Redaktion über Grafik bis zu den Geschäftsbereichen betrifft". Und weiter: "Es handelt sich um eine Größenordnung im mittleren zweistelligen Bereich in allen Marken der Premium-Gruppe." Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" von rund 50 Stellen berichtet, die abgebaut werden sollen - und das vor allem bei der "Welt". Das will Springer so nicht bestätigen und spricht explizit davon, dass alle Marken der Premium-Gruppe betroffen sind. 

"Die aktuellen Maßnahmen sind Teil der laufenden Weiterentwicklung der Premium-Gruppe. Dabei werden Doppelstrukturen oder Dreifachstrukturen nach und nach reduziert und angepasst", heißt es vom Springer-Sprecher. Man befinde ich außerdem in "guten Gesprächen dem Betriebsrat, um einvernehmliche und attraktive Lösung für die betreffenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden".

Darüber hinaus kommt es auch bei den Lokalausgaben der "Welt" zu Veränderungen. So hatte zuletzt das "Hamburger Abendblatt" berichtet, dass es die gedruckte Beilage aus Hamburg nach dem Jahreswechsel nicht mehr in der "Welt am Sonntag" geben wird. Die Redaktionsleitung hatte das gegenüber mehreren Medien bestätigt. Laut "Hamburger Abendblatt" soll auch NRW von dem Schritt betroffen sein. An anderer Stelle investiert Axel Springer dagegen: Erst vor wenigen Wochen hat man die Übernahme des britischen "Telegraph" abgeschlossen (DWDL.de berichtete).