Die ProSiebenSat.1-Mutter MFE hat ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt und die fallen durchwachsen aus. So fiel der Umsatz des Konzerns um 6,1 Prozent auf 2,95 Milliarden Euro. Unter anderem aufgrund der strikten Kostendisziplin im Konzern stieg gleichzeitig der Nettogewinn von 6,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 50,5 Millionen Euro. Eine ähnliche Entwicklung war schon zuletzt bei ProSiebenSat.1 zu beobachten (DWDL.de berichtete).
Auch beim Adjusted EBIT, also dem bereinigten operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern, gab es eine positive Entwicklung. Hier kam MFE in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 145,7 Millionen Euro, nachdem man ein Jahr zuvor noch bei -7,3 Millionen gelegen hatte. "Das Umfeld bleibt sicherlich kompliziert, aber wir sind weiterhin optimistisch für den Jahresabschluss und bestätigen unsere Prognosen für 2026", sagte MFE-Chef Pier Silvio Berlusconi.
Den Umsatzrückgang erklärte Berlusconi unter anderem mit der Fußball-Weltmeisterschaft, die auf anderen Sendern zu sehen war. Gleichzeitig sagte der MFE-Boss bei der Vorlage der Geschäftszahlen auch, dass die neue Größe des Konzerns notwendig sei, um im europäischen Medienmarkt bestehen und wettbewerbsfähig bleiben zu können. Laut Berlusconi habe man im Segment Entertainment alleine im betrachteten ersten Halbjahr Effizienzsteigerungen und Optimierungen in Höhe von über 200 Millionen Euro erzielt - das sei doppelt so schnell, wie man sich das eigentlich vorgenommen hatte.
Spannend ist auch ein Blick auf die einzelnen Märkte, in denen MFE aktiv ist. Neben dem DACH-Raum sind das ja vor allem Italien und Spanien - und hier laufen die Geschäfte durchaus unterschiedlich. So gingen die Netto-Werbeeinnahmen von MFE im deutschsprachigen Raum - hier ist also ProSiebenSat.1 gemeint - um 8,9 Prozent auf 714 Millionen Euro zurück. In Italien betrug das Minus 3,4 Prozent, in Spanien sogar nur 1,6 Prozent. Während Spanien mit 339,5 Millionen Euro aber im Vergleich zu DACH ein relativ kleiner Markt ist, ist Italien mit 937,4 Millionen Euro schon heute wichtiger für MFE. Insgesamt sanken die Netto-Werbeerlöse um 5,2 Prozent auf 1,99 Milliarden Euro.
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