Foto: Cover © Cover
Aus für monatliche Zeitschrift

Keine Perspektive: Burda stellt "Max" ein

 

Mit sofortiger Wirkung eingestellt: Nach 17 Jahren wird die Zeitschrift  "Max" eingestellt, weil Burda keine Perspektive mehr sieht. Die Marke soll aber weiterleben.

von Thomas Lückerath
11.01.2008 - 11:27 Uhr

Foto: CoverEs gehe um eine strategische Neuausrichtung der Marke "Max" in Print und Online, teilte Hubert Burda Media am Freitag mit. Dahinter steckt nicht weniger als die Einstellung der monatlichen Zeitschrift. Trotz einer
zuletzt positiven Entwicklung im Vertriebs- und Anzeigenmarkt sieht der
Verlag keine ausreichende wirtschaftliche Perspektive eines monatlichen "Max"-Konzeptes.

Burda nimmt den zuletzt inhaltlich auch sehr beliebigen Titel mit der aktuell erhältlichen Doppelausgabe Januar/Februar 2008 aus dem Handel. Obwohl der Verlag in den vergangenen Jahren erheblich in das hochwertige Lifestyle-Magazin investierte, konnte "Max" in einem sehr schwierigen Marktumfeld nicht das notwendige Erlösniveau erzielen.

Damit endete nach 17 Jahren einer der aufregendsten Print-Titel Deutschlands, der vom Foto- und Lifestyle-Magazin zwischenzeitlich zum Konkurrenten für den "Stern" umfunktioniert wurde. Zwar gelangen einige große Storys in dieser Zeit, doch der Versuch scheitertete. Zuletzt widmete sich "Max" wie vor dem Experiment monatlich einer allerdings oftmals zu beliebig wirkenden Auswahl an Lifestyle-Themen.
 


Die Marke "Max" soll aber weiterleben: Die Burda Lifestyle Community plant in Print eine Konzentration auf die beliebten "Max"-City-Guides und kreative "Max"-Specials für die Werbe- und Kommunikationsbranche. Online soll die Marke Max ebenfalls erhalten bleiben und von der Tomorrow Focus Portal GmbH weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus sollen weiterhin Events, Bücher, CDs und Kalender unter dem Label "Max" vermarktet werden, so Burda in einer Mitteilung vom Freitag.  

Die neuen "Max"-Publikationen und -Editionen werden ohne das monatliche Magazin allerdings mit einem deutlich reduzierten Redaktionsteam in Hamburg umgesetzt. Der Verlag bemühe sich, den betroffenen Mitarbeitern neue Stellen innerhalb des Konzerns zu vermitteln. Nähere Angaben zu den personellen Konsequenzen machte Burda zunächst nicht.

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