Foto: Frankfurter RundschauUwe Vorkötter, Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau"  dementiert in der "Berliner Zeitung" Gerüchte über eine Auslagerung der Sportredaktion seiner Zeitung in ein externes Unternehmen und bezeichnete dies als "völligen Quatsch". "Es gibt bei uns kein Programm für ein planmäßiges Outsourcing", so Vorkötter. Derzeit geht bei der "FR" die Outsourcing-Sorge um, da rund 35 Mitarbeiter aus Grafik, Layout und Produktion in die Verlags-Tochter FR Design ausgegliedert werden sollen, wodurch sie einem anderen Tarifvertrag unterliegen.

"In der FR Desgin GmbH wird niemand schlechter gestellt als zuvor", beschwichtig Vorkötter die Sorgen des Betriebsrats in der "Berliner Zeitung". Demnach sollen die Mitarbeiter, die wechseln müssen, ihren Tarifstatus behalten. Für Mitarbeiter, die vom externen Dienstleister Pressedienst Frankfurt PDF zur neuen Firma wechselten, stelle die Veränderung sogar eine Verbesserung der Bedingungen dar, so Vorkötter.
 

 
Laut dem Bericht der "Berliner Zeitung" herrscht bei Betriebsrat und Belegschaft der "Frankfurter Rundschau" die Sorge, der Verlag plane weitere Unternehmensbereiche auszugliedern, um tarifliche Bestimmungen zu umgehen.  Auch wenn Vorkötter einzelne Gerüchte dementiert, so räumt er gegenüber der "Berliner Zeitung" ein, "dass sich die 'Frankfurter Rundschau' den Druck-Tarifvertrag nicht mehr im ganzen Unternehmen leisten kann". Erst in der vergangenen Woche erschien die Freitags-Ausgabe der Zeitung mit geringerem Umfang wegen eines Streiks in Druckerei und Redaktion.