Online wird in diesem Jahr in Deutschland brutto erstmals mehr Geld mit Werbung umgesetzt als in den gedruckten Zeitschriften. Das erwartet zumindest der Online-Vermarkterkreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft. Die - recht konservative - Prognose aus dem Frühjahr, der Brutto-Werbemarkt im Online-Segment werde um zehn Prozent steigen, wurde anlässlich der dmexco noch einmal bestätigt.
Der Marktanteil am Gesamtwerbemarkt würde damit der Schätzung zufolge um zwei Prozent auf dann 16,6 Prozent steigen. Publikums- und Fachzeitschriften würden mit 15,8 Prozent Marktanteil auf Rang vier zurückfallen, ganz vorne bleibt das Medium TV, das in diesem Jahr demnach 36,7 Prozent der Werbeerlöse abgreifen würde.
"Gerade in Krisenzeiten stehen Effizienz und Transparenz an erster Stelle. Viele Werbebudgets haben sich daher in den letzten Monaten von der Klassik in den Online-Bereich verschoben. Eine nachhaltige Entwicklung, die den Anteil der Online-Werbung am gesamten Werbemarkt wachsen lässt", meint BVDW-Präsident Arndt Groth. Allerdings fällt das Netto-Wachstum angesichts zunehmender Rabatte deutlich geringer aus. Immerhin liegt der Online-Werbemarkt voraussichtlich aber noch mit zwei bis drei Prozent im Plus.
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