Foto: Axel SpringerBlickt man nur auf den operativen Gewinn, kann man beim Axel Springer Verlag mit dem dritten Quartal sehr zufrieden sein. Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg um rund 10 Millionen Euro oder 10,5 Prozent auf nun 102,4 Millionen Euro - und das trotz eines rückläufigen Umsatzes.

Der betrug nach vorläufigen Zahlen im 3. Quartal 622,4 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren noch 651 Millionen Euro umgesetzt worden. Effekte aus der erstmaligen Konsolidierung der Stepstone ASA, an der Springer im September die Mehrheit erworben hatte, sind jeweils noch nicht eingerechnet.

Das zumindest aus EBITDA-Sicht recht gut gelaufene dritte Quartal kann die Verluste der beiden Vorquartale aber nicht ganz auffangen. Auf 9-Monats-Sicht beträgt das EBITDA bislang 264,7 Millionen Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres standen noch 306,6 Millionen Euro zu Buche. Auch der Umsatz lag auf 9-Monats-Sicht mit 1,877 Milliarden Euro deutlich unter den 1,994 Milliarden des Vorjahres. Für das Gesamtjahr hält Springer daher an der Prognose fest, dass man bei Umsatz und EBITDA "deutlich hinter dem Rekordniveau des Geschäftsjahres 2008 zurückbleiben" werde.