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Sido, "Galileo" & Co.

Grimme-Preis: Private kriegen 12 Nominierungen

 

Mit "Galileo Spezial", "Spiegel TV" und verschiedenen Unterhaltungssendungen sind in diesem Jahr erstaunlich viele private Produktionen für den Grimme-Preis nominiert. Aber Grimme bleibt sich treu: Auch Harald Schmidt steht wieder auf der Liste

von Jochen Voß
03.02.2010 - 12:45 Uhr

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Foto: Grimme InstitutNachdem die Privatsender in den vergangenen Jahren bei den Nominierungen für den Adolf Grimme Preis eher wenig Berücksichtigung fanden, finden sich in diesem Jahr gleich elf Sendungen unter den 52 Nominierungen, die sich Hoffnung auf eine Auszeichnung mit der begehrten Trophäe machen dürfen. Besonders stark vertreten ist mit vier Nominierungen der Sender ProSieben. Hier sind es das Projekt "Broken Comedy", das Wahl-Special "Sido geht wählen" und die Serie "Der kleine Mann", die im Segment Unterhaltung nominiert wurden.

In der Kategorie "Information" hat des das "Galileo Spezial" zum Thema "Karawane der Hoffnung" auf die Nominierungsliste geschafft. Bei Kabel eins freut man sich über eine Nominierung für Moderator Markus Kavka, Sat.1 darf sich zweimal Hoffnung machen: Nominiert sind der Film "Barfuß bis zum Hals" und die Fernsehpreis-Moderatoren Wolfgang und Anneliese Funzfichler, alias Bastian Pastewka und Anke Engelke. Aus der RTL-Familie haben es drei Sendungen zu einer Nominierung gebracht. Neben zwei "Spiegel TV"-Filmen bei Vox wurde RTL für die Effekte im Film "Der Vulkan" nominiert. Für den Film "Tabubruch - Der neue Weg der Homosexualität im Fußball", der beim DSF zu sehen war, ist Aljoscha Pause in der Kategorie Information und Kultur nominiert. Mit der Sendung "Konspirative Küchenkonzerte" findet sich auch das gemeinnützige Hamburger Senderprojekt Tide TV auf der Liste.
 

 
Die restlichen 41 Nominierungen gehen auf das Konto von ARD und ZDF, sowie deren Gemeinschaftsprojekte Arte und 3sat. In der Kategorie Fiktion ist es wieder einmal das Krimi-Genre, das zahlreiche Nominierungen abstaubt. In der Kategorie Information & Kultur bedauert die Jury trotz einer großen Themenvielfalt, "dass es keine ausgeprägte Neigung gebe, mit neuen Ideen und Personen auch zu neuen Programmansätzen zu gelangen". So habe man bei den Themen des Jahres - 20 Jahre Mauerfall und Bundestagswahl - ungewöhnliche Ansätze vermisst.

In der Unterhaltung sah die Nominierungskommission in diesem Jahr weniger Preiswürdiges, als Preise zur Verfügung stehen. Einmal mehr findet sich in diesem Jahr Harald Schmidt auf der Nominierungsliste. Dessen Sendung empfindet die Nominierungskommission als "gelungene Generalüberholung seiner Late-Night-Show". Neben Schmidt dürfen auch Frank Markus Barwasser ("Pelzig unterhält sich") und Kurt Krömer auf eine Trophäe hoffen.

Die Preisträger werden zwischen dem 6. und dem 11. Februar von der Jury bestimmt. Die Ergebnisse werden am 10. März bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet dann am 26. März im Theater der Stadt Marl statt.

Die vollständige Nominierungsliste finden Sie auf der folgenden Seite.

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