Bild: Süddeutsche ZeitungIn einem ausdrücklich für den "internen Gebrauch" bestimmten Schreiben, das turi2.de allerdings in voller Länge veröffentlicht hat, formulierte der Redaktionsausschuss der "Süddeutschen Zeitung" angesichts des Wechsels in der Chefredaktion zum Jahresende schon einmal ihren Wunschzettel an die neue Führung der Zeitung - und brachte damit auch einiges an Kritik zum Ausdruck.

Vor allem wünsche man sich demnach ein "besseres Kommunikationsklima im Haus". Der Umgangston müsse "stärker von gegenseitiger Achtung, Respekt und Wertschätzung geprägt" sein. Man hoffe auf einen kooperativen Führungsstil statt "Einschüchterung, Demütigung und persönlich abwertender Kritik". In diesem Zusammenhang regt man ein Coaching für die Führungskräfte einzelner Ressorts an.

Daneben wünsche man sich eine Chefredaktion, die sich vor die Redaktion stellt und "Stopp sagt, wenn die Sparkommissare die Qualität noch mehr gefährden". Die Wochenend-Ausgabe solle endlich vorangebracht und die Online-Kollegen nicht länger als "Redakteure zweiter Klasse" behandelt werden. Zudem wünschen sich viele Mitarbeiter eine Layout-Reform. "Keine radikale, aber eben doch eine stärkere Vereinheitlichung des ganzen Blattes", wie es in dem Schreiben heißt. Zudem sollen mehr Frauen in die Redaktion geholt werden.