Schawinski: 2005 kommt der Angriff auf "GZSZ"

Foto: ProSiebenSat.1 Media AGEs ist kein allzu schönes Kapitel in der Geschichte des Berliner Senders SAT.1: Erinnert man sich an vergangene Versuche mit einer eigenen DailySoap ein Stammpublikum aufzubauen, um den Erfolg der RTL-Produktion „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ kopieren zu können, dann landet man in SAT.1-Zeiten, in die Senderchef Roger Schawinski sicher nicht mehr zurück will.

Aller guten Dinge sind drei?

Und dennoch wagt er es: Nach den gefloppten DailySoaps „So ist das Leben- die Wagenfels“ und „Geliebte Schwestern“ startet der Berliner Sender 2005 den dritten Versuch: SAT.1 schickt im kommenden Jahr eine eigene tägliche Serie in die direkte Konkurrenz zum RTL-Erfolg „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“.

Schawinski spricht von „einer qualitativ hochwertigen Vorabendserie, mit einer starken Hauptdarstellerin, die thematisch eher die Zuschauer über 20 Jahre anspricht.“ Damit will er die neue SAT.1-Serie, nach seinen Worten eine „Telenovela“, von den sehr jugendlich ausgerichteten DailySoaps abgegrenzt wissen.

Direkte Konkurrenz zu „GZSZ“

Wann die Produktion gestartet wird ist noch eben so unbekannt wie der genaue Sendeplatz. Allerdings kommt lediglich der TimeSlot zwischen 19.30 Uhr und 20.15 Uhr in Frage. Denn: Erst im August positioniert man um 18.30 Uhr die Hauptnachrichten neu und überarbeitet im Sommer auch das nachfolgende Boulevard-Magazin „Blitz“.

Klar ist allerdings, dass die neue SAT.1-Serie nicht nur im Programm in direkter Konkurrenz zu „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ stehen wird: Wie schon die RTL-Erfolgsserie wird auch das neue SAT.1-Format in Babelsberg produziert.