Claudia Kleiner © ARD/Thorsten Jander
Stürmische Zeiten

ARD: Claudia Kleinert nicht mehr bei Meteomedia?

 

Weil die Firma von Jörg Kachelmann die Produktion der ARD-Wettersendungen ab 2012 nicht mehr selbst übernehmen wird, verlässt Moderatorin Claudia Kleinert das Unternehmen. Für die Zuschauer soll sich nach Kleinerts Wunsch aber nichts ändern.

von Alexander Krei
18.07.2011 - 10:19 Uhr

Knapp zehn Jahre war Claudia Kleinert für Jörg Kachelmanns Firma "Meteomedia" tätig, nun verlässt sie einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge das Unternehmen. Grund für die Entscheidung ist demnach die Tatsache, dass Kachelmann die Wettersendungen im Ersten ab dem kommenden Jahr nicht mehr selbst produzieren wird, auch wenn die Wetterdaten wohl auch weiterhin zugeliefert werden sollen.

Stattdessen soll nun die Bavaria die Wettersendungen in München produzieren, auch wenn eine endgültige Entscheidung hierfür offenbar noch nicht gefallen ist. Kleinert will beim künftigen Produzenten anheuern, damit die Zuschauer nicht auf bekannte Gesichter verzichten müssten. "Für meine Zukunft gibt es mehrere Optionen; möglich, dass das ARD-Wetter von der Bavaria produziert wird, es könnte aber auch eine andere Produktionsfirma oder ein Sender der ARD die Produktion übernehmen", so Kleinert in der "BamS".

Seit mehreren Monaten würden darüber Gespräche geführt, die noch nicht abgeschlossen seien - ob Kleinert also auch tatsächlich künftig das Wetter moderieren wird, bleibt somit abzuwarten. Offiziell wird als Grund für die Entscheidung, die Wettersendungen nicht mehr in der Schweiz produzieren lassen zu wollen, der ungünstige Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken herangezogen, der die Produktion unnötig verteuert. Bereits vor einigen Wochen waren erste Spekulationen bezüglich eines Umzugs der Wettersendungen aufgekommen.

Ganz nebenbei hätte die Verlegung auch den offenbar erwünschten Nebeneffekt, dass Wettermoderator Jörg Kachelmann "relativ elegant" loswerden könne, berichtete der Schweizer "Tages-Anzeiger" im Juni. Nach all den pikanten Details aus Kachelmanns Privatleben, die während des Prozesses gegen den Wettermoderator ans Tageslicht gekommen waren, scheint es Entscheidungsträger innerhalb der ARD zu geben, die Moderator nicht mehr für bildschirmtauglich erachten. So soll man zudem wenig erfreut darüber gewesen sein, dass Kachelmann noch während des Prozesses bei mehreren privaten Radiosendern mit seinen Wettervorhersagen auf Sendung ging.

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