90elf © Regiocast Digital
"Die Enttäuschung ist riesengroß"

Nach Bundesliga-Verlust: 90elf wird eingestampft

 

Der überraschende Verlust der Bundesliga-Rechte war für die Macher des Fußball-Radios 90elf ein Schock. Nun folgt die Konsequenz: Nach dem Ende der Saison wird der Sender eingestellt. Bis zuletzt habe man noch Hoffnung gehabt, heißt es...

von Alexander Krei
21.05.2013 - 15:46 Uhr

Es ist ein bitterer Abschied: Regiocast Digital hat sich dazu entschlossen, das Fußball-Radio 90elf zum Ende der Bundesliga-Saison einzustellen. Die Geschäftsführung des 90elf-Veranstalters teilte diese Entscheidung den Mitarbeitern am Dienstag auf einer Betriebsversammlung mit. Der Sender hatte kürzlich überraschend die Verwertungsrechte für Web und Mobile, die auch die 90-minütige Berichterstattung über jedes Einzelspiel ermöglichen, an den Konkurrenten Sport1 verloren, der seinerseits zur neuen Saison ein eigenes Angebot auf die Beine stellen möchte.

Nach dem Verlust der Audio-Verwertungsrechte an den Spielen der 1. und 2. Bundesliga für die kommenden vier Spielzeiten fehle dem Sender die Geschäftsgrundlage für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb, teilte Regiocast Digital nun mit. "Wir haben seitdem dutzende Gespräche mit möglichen Partnern geführt, neue Konzepte entworfen und Businessmodelle geprüft", sagte Florian Fritsche, Geschäftsführer von Regiocast Digital. "Wir hatten bis zuletzt die Hoffnung, mit neuen Ideen die Erfolgsgeschichte von 90elf auch nach dieser Saison fortzusetzen. Letztlich ist es uns aber nicht gelungen, wirtschaftlich tragbare Szenarien zu rechnen."

Da allerdings mehr als zwei Drittel des Contents wegfallen und damit auch ein entsprechender Rückgang der Werbeumsätze verbunden ist, habe man die Entscheidung treffen müssen, 90elf einzustellen. Fritsche: "Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Das ist ganz bitter für uns alle. Insbesondere für unser engagiertes Team, das in den vergangenen Jahren einen Riesenjob gemacht hat." Nun sollen mit den Mitarbeitern des Senders kurzfristig Gespräche geführt werden. "Natürlich tut uns diese Konsequenz auch für unsere Hörer, Kunden, Partner und Weggefährten sehr leid. Sie alle waren maßgeblich am Erfolg der letzten Jahr beteiligt." Regiocast will den frei werdenden Programmplatz im Digitalradio aber auch weiterhin füllen. Derzeit befinde man sich "in intensiven Überlegungen", betonte der Geschäftsführer. "Dafür werden wir uns jetzt die nötige Zeit nehmen."

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