Brainpool & Stefan Raab © Brainpool/ProSieben/Willi Weber
Mitarbeiter wurden am Dienstag informiert

Raab-Rückzug: Brainpool kündigt 80 Mitarbeitern

 

Jetzt haben die Mitarbeiter von Brainpool traurige Gewissheit: Wie zu erwarten betrifft der angekündigte TV-Rückzug von Stefan Raab eine Vielzahl von Arbeitsplätzen bei der Kölner Produktionsfirma. Am Dienstag wurden sie informiert.

von Thomas Lückerath
23.06.2015 - 19:57 Uhr

Am Dienstag haben die Brainpool-Geschäftsführer Jörg Grabosch und Andreas Scheuermann nach Informationen des Medienmagazins DWDL.de die Belegschaft der Produktionsfirma über die wirtschaftlichen Folgen des in der vergangenen Woche bekanntgewordenen bevorstehenden TV-Ruhestands von Stefan Raab informiert. Die Nachrichten waren dabei wie zu erwarten wenig positiv.

So kurz nach der für zahlreiche Beteiligten überraschenden Meldung gibt es derzeit noch keine Klarheit darüber ob, und wenn ja welche Brainpool-Produktionen auch ohne Stefan Raab über das Jahr 2015 hinaus fortgeführt werden können. Die Konsequenz daraus: Betriebsbedingte Kündigungen aller direkt an der Produktion von "TV Total" beschäftigten Mitarbeiter sowie einer Vielzahl weiterer Mitarbeiter, die für andere Formate aus der Raab-Welt tätig waren. 

"Es wurden heute 80 betriebsbedingte Kündigungen zum Jahresende ausgesprochen - bedingt durch den Wegfall der Stefan-Raab-Produktionen in 2016", bestätigt Brainpool-Pressesprecherin Katja Plüm am Dienstagabend auf Anfrage des Medienmagazins DWDL.de. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 230 Mitarbeiter. Neben den direkt bei Brainpool Beschäftigten, sind bei einem Wegfall der Produktionen zudem auch zahlreiche Freie und Dienstleister betroffen, die für die Sendungen des Raab-Universums tätig waren bzw. noch bis Ende des Jahres sind.

Stefan Raab hatte in der vergangenen Woche am Mittwochabend nach der Produktion einer Ausgabe von "Schlag den Star" zunächst vor seinen Mitarbeitern, dann auch gegenüber der Öffentlichkeit erklärt, sich Ende 2015 komplett aus dem Fernsehen zurückzuziehen: "Ich habe mich entschlossen zum Ende dieses Jahres meine Fernsehschuhe an den Nagel zu hängen. ProSieben hat mir eine mehrjährige Vertragsverlängerung angeboten. Das hat mich sehr geehrt. Dennoch habe ich meine Entscheidung nach reiflicher Überlegung und mit Überzeugung getroffen."

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