SOKO München © ZDF/Bartek Latosinski
Horizontaler Erzählstrang

"SOKO 5113": Nicht nur der Name ändert sich

 

Die alt-ehrwürdige "SOKO 5113" bekommt ab Januar wie angekündigt einen neuen Namen. Doch nicht nur der Name wird sich ändern: Erstmals gibt es einen Fall, der sich über mehrere Folgen zieht - um die emotionale Bindung zu erhöhen.

von Alexander Krei
23.11.2015 - 14:58 Uhr

Bereits im Sommer bestätigte das ZDF, der "SOKO 5113" nach 38 Jahren einen neuen Namen geben zu wollen: Analog zu den zahlreichen Ablegern des Klassikers wird künftig des Handlungsortes in den Titel integriert - die Serie heißt somit fortan "SOKO München" (DWDL.de berichtete). Nun steht fest: Die erste Folge unter dem neuen Namen ist am Montag, den 4. Januar um 18:05 Uhr zu sehen. "Wir sind eine SOKO-Familie - mit unterschiedlichen Ausprägungen natürlich. Deshalb erachte ich den Titel 'SOKO München' für folgerichtig, wenn auch mit einem weinenden Auge", so Hauptdarsteller Gerd Silberbauer.

Ändern wird sich allerdings nicht nur der Name: Parallel zum jeweiligen Hauptfall wird ab 2016 erstmals durchgehend in einem weiteren Fall ermittelt, der sich über zwölf Folgen ziehen wird. "Der übergeordnete Erzählstrang, der sich ab jetzt neben dem Fall der Woche durch die 'SOKO München' ziehen wird, soll dafür sorgen, eine noch größere emotionale Bindung mit dem Zuschauer herzustellen", so Produzent Daniel van den Berg. "Dieser Fall-basierte Dramastrang, der sich vor allem auf die Polizisten der Sonderkommission auswirkt, soll aber auch eine Belohnung für die Treue unserer langjährigen Zuschauerinnen und Zuschauer sein, die nun endlich in den Genuss gelangen, mehr über ihre Heldinnen und Helden zu erfahren - und mit ihnen zu leiden."

In dem zusätzlichen Handlungsstrang geht es um die berüchtigten Trebitsch-Brüder. Roman Trebitsch, 43, steht im Verdacht, Geldwäsche im ganz großen Stil zu betreiben. Die Steuerbehörden sind seit Jahren hinter ihm her - bislang ohne Erfolg. Sein jüngerer Bruder Kai war bis vor kurzem sein Mann fürs Grobe. Der sitzt jetzt in U-Haft. Er hat auf der Flucht einen Polizisten erschossen. Um Strafminderung zu bekommen, will er als Kronzeuge gegen seinen Bruder aussagen. Kriminalrätin Dr. Kreiner hat guten Grund zu der Annahme, dass Kai Trebitsch in zehn Wochen auf dem Weg zum Gericht befreit werden soll. Die Daten für den Gefangenentransport wurden nämlich abgegriffen - von einem Maulwurf aus den eigenen Reihen der Behörde.

Benannt wurde die "SOKO 5113" einst übrigens nach der Telefondurchwahl des Chefs. Ganz verschwinden wird die "5113" trotz der beabsichtigten Umbenennung der von UFA Fiction produzierten Serie übrigens nicht: Die Ziffern sollen grafisch in den neuen Vorspann integriert werden.

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