Tempel © ZDF/Christian Stangassinger
Weitere Dramaserien in Planung

ZDFneo macht keine weitere "Tempel"-Staffel

 

Mit "Tempel" brachte ZDFneo im November seine erste eigene Dramaserie an den Start. Doch auch wenn man sich mit Look und Umsetzung zufrieden gibt - aus Quotensicht gelang der Serie nicht der große Durchbruch. Nun sollen es andere Projekte richten.

von Alexander Krei
13.04.2017 - 14:34 Uhr

Mit einem Marktanteil von 2,9 Prozent beim Gesamtpublikum rückte ZDFneo zuletzt vermeintlich größeren Sendern wie RTL II und kabel eins auf die Pelle - kein Wunder also, dass man auf dem Lerchenberg inzwischen höhere Ansprüche an den ZDF-Ableger hat. Fortan will man verstärkt auch eigene Dramaserien ins Programm nehmen. Den Anfang machten Ende vergangenen Jahres sechs halbstündige Folgen von "Tempel" mit Ken Duken, der einen ehemaligen Boxer verkörperte.

Die Resonanz des Publikums fiel allerdings verhalten aus: Mit im Schnitt weniger als einer halben Million Zuschauern konnte die erste Staffel der von Polyphon produzierten Serie die Quoten-Erwartungen von ZDFneo offenkundig nur bedingt erfüllen, weshalb eine Fortsetzung nun vom Tisch ist, wie der Sender gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de bestätigte. Offiziell gibt man sich jedoch zufrieden: "Mit seiner ersten eigenen Dramaserie 'Tempel' konnte ZDFneo sein Profil als junger Unterhaltungssender mit Schwerpunkt Fiction weiter stärken", sagte Senderchefin Simone Emmelius.

Und weiter: "Die modern konzipierte Serie hat für ZDFneo neue Maßstäbe gesetzt: populäre Erzählweise, hochwertiger Look und authentische Umsetzung von Themen, die der jungen Kernzielgruppe unter den Nägeln brennen. Seiner Innovations- und Entwicklungsstrategie folgend will der Sender nun weitere auffällige Projekte im neu etablierten Drama-Genre umsetzen." Dazu passt die jüngste Ankündigung des Senders, zusammen mit Constantin Television und Moovie die sechsteilige Serie "Die Geschichte eines Parfums" verfilmen zu wollen (DWDL.de berichtete).

Die nächste Dramaserie von ZDFneo steht zudem bereits in den Startlöchern: So wird der Sender ab dem 7. Juni jeweils mittwochs um 21:45 Uhr mit "Blaumacher" den nächsten Versuch unternehmen, in diesem Genre Fuß zu fassen. Auch hierbei handelt es sich um sechs halbstündige Folgen, die jedoch - anders als bei "Tempel" - nicht im Doppelpack ausgestrahlt werden sollen. Wer die Serie dennoch schneller sehen möchte, kann sämtliche Folgen vom ersten Tag an allerdings auch in der ZDF-Mediathek abrufen.

In der Serie geht es um den Mittvierziger Frank Sporbert (Marc Ben Puch), der auf die 19-jährige Sascha Decker (Laura Berlin) trifft. Eigentlich sollten der erfolgreiche Mittelständler und Familienvater und die Tochter wohlhabender Eltern alles haben, um glücklich zu sein. Doch beide fühlen sich nicht wahrgenommen von ihrem Umfeld, suchen nach dem Sinn ihres Lebens und steigen aus – jeder auf seine Weise. Produziert wurde "Blaumacher" von Dreamtool Entertainment, als Produzenten fungieren Stefan Raiser und Felix Zackor.

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