Nick © Viacom
Nick(elodeon)-Chef zuversichtlich

Kottkamp: "Potenzial von Nick liegt bei 13 Prozent"

 

Im Juli bildete der wieder in Nick umgetaufte Kindersender von Viacom das Schlusslicht unter den vier großen Kinderprogrammen. Muss aber nicht so bleiben, meint Deutschlandchef Steffen Kottkamp, der das Potential seines Senders in ganz anderen Regionen sieht.

von Marcel Pohlig
13.08.2017 - 12:15 Uhr

8,1 Prozent erzielte der Kindersender Nick, der sich bis vor kurzem noch Nickelodeon nannte und hier und da nun wieder in der Kurzfassung auftritt, im vergangenen Monat bei den jüngsten Zuschauern. Der Berliner Kanal bildete damit das Schlusslicht unter den vier großen Kinderprogrammen. Programmchef Steffen Kottkamp, der den deutschen Ableger des Viacom-Senders seit einem halben Jahr leitet, ist aber zuversichtlich, dass dies nicht so bleiben muss. "Das Potenzial von Nick liegt hier bei 13 Prozent", sagte Kottkamp nun den Kollegen der "Werben & Verkaufen" unter Verweis auf den Tages- und Monatsschnitt.

Dass er von diesem Ziel aber noch ein gutes Stück entfernt ist, weiß auch Kottkamp, der angibt, realistisch bleiben zu wollen. "Das ist sicher nichts, was wir in naher Zukunft erreichen werden, wichtig ist unsere Entwicklung in diese Richtung", gibt sich Kottkampf kämpferisch. Helfen soll dabei unter anderem die morgendliche Schiene unter dem Label Nick jr., in der "Blaze und die Monster-Maschine" zwischen 30 und 50 Prozent hole. Auch "Die Thundermans" erreiche im Live-Action-Block ähnliche Werte, während "Spongebob Schwammkopf" als Klassiker des Senders zuletzt zweimal 35 Prozent der Zuschauer erreichte, so Kottkamp.

Helfen, das Ziel des stetigen Wachstums zu verwirklichen, sollen entsprechend auch solche Programmsäulen. "Wir haben zum Beispiel das Vorschulprogramm Nick Jr. ausgeweitet. Damit konnten wir hier unsere Quoten in den Morgenstunden verdreifachen", sagt Kottkamp gegenüber der "w&v" und erklärt, gelernt haben zu müssen, sich im deutschen Markt neu zu justieren. Dazu gehöre etwa, dass samstags mehr Jungs und sonntags mehr Mädchen fernsehen. "Auch darauf haben wir reagiert", so Kottkamp. "Zudem haben wir jeden Tag eine Cartoonstrecke eingebaut. Mit der Senderkampagne im September erinnern wir dann Kinder und Eltern daran, wie viel Spaß in Nick steckt, welche tollen Formate wir zu bieten haben und was uns auch von den anderen unterscheidet."

Besagte Kampagne ist Teil des derzeitigen Redesigns des Senders, der einst schon als Nick sendete, sich aber bis Ende Juni wieder Nickelodeon nannte. Mittlerweile heißt der Fernsehkanal wieder Nick, auch wenn man an verschiedenen Stellen weiterhin den vollen Namen Nickelodeon nutzt. Im Mittelpunkt der Kampagne, die in allen Medien geschaltet werden soll, steht entsprechend dann auch der Sender statt einzelne Formate. Man stelle Nick als Sender und Marke in den Mittelpunkt, erklärt Kottkamp. "Uns geht es darum, das Bewusstsein für den Sender zu schärfen: Das ist ein Sender, der einfach riesig Spaß macht. Nicht nur Kindern, sondern der ganzen Familie. Darum geht es uns."

Während die internationale Mutter in New York auch weiterhin großen Einfluss auf das Programm hat, wird daneben auch das Konzept der "Glokalisierung" voran getrieben, welche Kottkamp als "strategische Grundbewegung von Nickelodeon International" bezeichnet und ermöglicht, neben lokalen Produktionen auch mal Kinder und Landschaften aus der Region zu zeigen – oder wie im Falle des Schweizer Ablegers, einfach auch mal eine Schweizer Station-Voice einzusetzen. Lokale Inhalte machen Kottkamps Angaben zufolge derzeit etwa 30 Prozent des Programms aus. "Hier ist noch ein bisschen Optimismus dabei", gibt Kottkamp zu und kündigt an, dass es dem Sender ein Anliegen sei, den Anteil stetig auszubauen.

Nachdem in den Sommerferien gerade die "Sommerspiele" laufen und Kinder aus den deutschsprachigen Ländern gegeneinander antreten und man mit "Kazoom" bereits eine weitere Action-Spielshow produziert, steht als nächstes Highlight demnächst der "Nickeoldeon Spieltag" an. "Dieses Jahr produzieren wir ein 70-minütiges Eventformat gemeinsam mit einem unserer wichtigsten Kooperationspartner, dem Moviepark Bottrop", kündigt Kottkamp an, der in dem Format eine Art modernes "Spiel ohne Grenzen" sieht. Und dann ist da auch noch die Serie "Spotlight", die man etwas jünger besetzt in eine zweite Staffel schickt.

Im Internet möchte Kottkamp unter anderem mit einer neuen Mediathek punkten. "Da wir über eine Menge Serien und Filme verfügen, über alle Rechte, haben wir beschlossen, eine neue Mediathek einzuführen. Die ist seit wenigen Tagen online. Im Mittelpunkt steht die Marke Nick.de, full responsive auf allen Geräten. Darauf liegen rund 1000 Stunden Programm", freut sich Kottkamp. Außerdem habe man bereits vor drei Monaten einen Livestream in die Webseite integriert, der rege angenommen werde. Und dann ist da auch noch YouTube Kids: "Wenn YouTube Kids kommt, sehe ich darin erst einmal Chancen für uns", meint Nickelodeon-Mann Kottkamp. "Wenn wir wissen, dass es dort einen eigenständigen Bereich gibt, werden wir in jedem Fall auf die eine oder andere Weise mitmachen". Nur eines gilt, wie auch beim regulären YouTube-Kanal von Nick: Ganze Folgen wird es dort nicht geben. "Das ist unter kostbarstes Gut, das ist uns selbst vorbehalten."

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